Auch dicke Brocken galt es zu schaufeln. Foto: Wegner

Geröll und Erde verstopfen Abflussrinne neben der "Schönen Aussicht". Keine Gefahr für Anwohner.

Schramberg - Margit Kaiser, Wirtin der "Schönen Aussicht" am Schramberger Burgweg hatte schon den ganzen Nachmittag ein schlechtes Gefühl. "Hoffentlich passiert nichts", dachte sie im Hinblick auf den Schlossberg.

 

Denn wenige Tage vor Weihnachten waren dort rund 800 Kubikmeter Erde, Steine und Geröll ins Rutschen geraten und hatten ihr Haus bedroht. Damals musste sie mehrere Tage das Haus verlassen, erst Heiligabend konnte sie wieder zurückkehren. Und dann passierte es doch: Um 19.25 Uhr hörte sie es hinter und neben ihrem Haus poltern und krachen – da war ihr klar, dass erneut Erdmassen ins Rutschen geraten waren. Sie rief die Polizei an, die dann Feuerwehr und Technisches Hilfswerk an den Burgweg beorderte.

Dort gab es zwar einiges an Steinen und Dreck zu schaufeln, der Hang selbst hielt indes. Lediglich bereits beim ersten Rutsch mitgekommenes Material, das sich hinter einem Nebengebäude der "Schönen Aussicht" angesammelt hatte, ging zu Tal und verstopfte auch den Abluss.

Am Berg selbst, davon überzeugten sich Polizei, OB Thomas Herzog, Stadtarchitekt Andreas Krause und das THW, hatte es glücklicherweise keine Rutschung gegeben, so dass keine weitere Gefahr für die Anwohner oder auch die Tunneleinfahrt bestand. Da konnte Ordnungsamtsleiter Matthias Rehfuß wieder beruhigt nach Dornstetten zurückfahren, von wo aus er extra nach dem Dienst nach Schramberg gekommen war.