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Schramberg Stadt erwägt Kontrollen im "Wiesenwegle"

Von
Foto: Riesterer

Schramberg - Kürzlich hat die Stadt ihr Seitenradargerät im "Wiesenwegle" eingesetzt, nachdem Anlieger ihre Vermutung geäußert hatten, dass dort zu oft zu schnell gefahren wird (wir berichteten). Was kam bei der Messung heraus?

Schnell lag die Vermutung nahe: Da versuchen einige Verkehrsteilnehmer, die keine Lust auf Paradiesplatzbaustellen-bedingten Stau haben, über das "Wiesenwegle" und die Steige abzukürzen. Wozu sonst sollte die Stadt auf Anregung von Anliegern Anfang August ihr Seitenradargerät an einer Straßenlaterne aufhängen (wir berichteten)? Eine erste Auswertung des Geräts hat nun aber ergeben: Im "Wiesenwegle" sind nicht so viele Autos unterwegs gewesen, dass sich die Anlieger Sorgen machen müssten.

"Kein Durchsatz, der relevant ist"

"Es wurde in zwei ›Etappen‹ und an zwei Stellen Erfassungen vorgenommen", schreibt die Verwaltung. Diese Etappen dauerten jeweils eine Woche. Der Tagesdurchsatz lag demnach bei rund 50 bis 125 Fahrzeugen in der ersten, und rund 25 bis 140 Fahrzeugen in der zweiten Etappe. "Selbst wenn man die 140 Fahrzeuge nimmt und auf zwölf verkehrs-relevante Stunden rechnet, sind wir bei knapp zwölf Fahrzeugen pro Stunde. Das ist kein Durchsatz, der relevant ist", sagt Fachbereichsleiter Matthias Rehfuß.

Aber der Durchsatz ist nicht, was in den meisten Fällen mit dem Seitenradargerät ermittelt wird. "Unser häufigster Arbeitsauftrag mit dem Seitenradargerät ist, wenn Anlieger das Gefühl haben, dass bei ihnen zu schnell gefahren wird", erklärt Rehfuß. "Und diese Bedenken nehmen wir sehr ernst."

Andererseits, gibt der Fachbereichsleiter zu bedenken, weiche die "gefühlte Geschwindigkeit" teils von der ab, die tatsächlich gefahren wird. "Wir wollen und müssen aber stets auf der Basis von belastbaren Zahlen agieren, um verkehrstechnische Maßnahmen einleiten zu können." Zu diesen Maßnahmen gehört, zählt Rehfuß auf, dass entweder an jener Stelle ein "neuer Hotspot" für verstärkte Kontrollen ausgemacht werde. Zweitens könne die "Notwendigkeit einer förmlichen Verfügung" ausgemacht werden – das wäre beispielsweise, in einer Straße eine Anlieger-frei-Regelung zu installieren. Als dritte Maßnahme könne vor Ort eine Verkehrsschau gemeinsam unter anderem mit Polizei und Straßenmeisterei abgehalten werden, um weitere Schritte zu ermitteln.

Höchstgeschwindigkeit 44 Stundenkilometer

Nun sollte sich im "Wiesenwegle" im ersten Messzeitraum die Vermutung bestätigen, dass Geschwindigkeiten subjektiv wahrgenommen werden. So lag in jener Woche die gemessene Höchstgeschwindigkeit zwar bei 44 Stundenkilometern (km/h) (statt 30, wobei stets ein Toleranzabzug beachtet wird), die durchschnittliche Geschwindigkeit aber bei nur 27 km/h – und damit unter der erlaubten Höchstgeschwindigkeit.

Im zweiten Zeitraum (Durchschnittsgeschwindigkeit rund 32 km/h) wurden aber Verkehrsteilnehmer mit 52 km/h gemessen. "Da ist der Punkt erreicht, an dem man was tun muss", betont Rehfuß. Hier würde nochmals genau in die Zahlen geschaut – und weil das "Wiesenwegle" bereits Anlieger frei ist, wären verstärkte Kontrollen die dementsprechende Maßnahme.

Natürlich, schließt Rehfuß, würden bei Kontrollen an viel befahrenen Straßen mehr Verkehrssünder erwischt. Er betont aber den "generalpräventiven Charakter", den Kontrollen in Wohngebieten haben. Rasern müsse man überall zeigen, dass sie erwischt werden könnten.

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