Warum sehe ich diesen Hinweis?

Sie sehen diesen Hinweis, weil Sie einen Adblocker eingeschaltet haben oder im privaten Modus surfen. Deaktivieren Sie diesen bitte für schwarzwaelder-bote.de, um unsere Artikel ohne diesen Hinweis lesen zu können.

Mehr zum Thema Adblocker / Privater Modus und wie Sie diesen deaktivieren, finden Sie, indem Sie auf deaktivieren klicken.

Deaktivieren

Schramberg Stadt braucht jetzt Plätze im Kindergarten

Von
Die Schule am Kirchplatz in Sulgen soll zu einem Kindergarten umgebaut werden. Dies kostet die Stadt rund 1,5 Millionen Euro. Foto: Wegner Foto: Schwarzwälder Bote

Die frühere Kirchplatzschule in Sulgen wird zu einem Kindergarten umgebaut, der Planung und groben Kostenschätzung stimmte der Gemeinderat jetzt zu.

Schramberg. Nachdem der Verwaltungsausschuss das Thema nochmals vertagt und in den Gemeinderat verwiesen hatte, machte dieser schließlich Nägel mit Köpfen dran und stimmte mehrheitlich für die Sanierung.

Zu wenig Zahlen könne man aus der Vorlage herauslesen, kritisierte Udo Neudeck (Freie Liste) die Aufstellung der Verwaltung. Und verwies darauf, dass er bereits bei der ersten Planung gesagt habe, dass diese zu teuer sei. Er bat darum, dass in der nächsten Vorlage "eine detailliertere Auflistung der Preise" drin sei. "Wir kommen in ganz miese finanzielle Zeiten und wir müssen sagen können, das ist notwendig und wichtig", aber der Gemeinderat müsse auch die Chance haben, zu sagen, "das ist wunderschön, wir müssen aber leider verzichten." Dies sah er zudem auch für die Sanierung der Fenster, die Clemens Maurer (CDU) zusätzlich gerne gesehen hätte. Neudeck sah es nicht ein, wärmedämmende Fenster in einen Sandstein einzubauen. Das bringe nichts.

Einsparmöglichkeiten hinsichtlich des Aufzugs sprach zudem Bernd Richter (ÖDP) an: "Muss der Fahrstuhl bis unters Dach gelangen oder kann man Kinder auch in einen anderen Kindergarten schicken, der behindertengerecht ist?", wollte er wissen. Wie genau es mit dem Aufzug funktioniere wollte Stadtplaner Andreas Krause sowieso noch nicht definitiv festlegen. Es müsse zunächst geprüft werden, "ob wir den Aufzug so umsetzen können oder ob uns der Denkmalschutz einen Strich durch die Rechnung macht." Was jetzt vorliege, so Krause, sei eine grobe Kostenschätzung für den Zuschussantrag, jetzt komme dann der Entwurf oder die Werkplanung.

An ganz anderer Stelle hätte Jürgen Reuter (Aktive Bürger) gerne den Kindergarten gesehen: Im Schoren. Für ihn stellte sich die Frage, ob schon alle Kosten erfasst seien. Er befürchtete, dass aufgrund des abgesetzten Grünbereichs auch eine Außentoilette erforderlich sein könnte. Dies allerdings verneinte sowohl Kerstin Flaig vom Fachbereich Soziales, wie auch eine Erzieherin, da immer mehrere Erzieherinnen gleichzeitig draußen seien. Zudem erinnerte er an die Musikschulklassen, die dann, wenn ein Kindergarten komme, möglicherweise in den Keller der GWRS umziehen müssten. Für Reuter stellte sich die Frage, ob dieser Standort sein müsse oder ob es nicht besser sei, beispielsweise im Schießäcker "eine Kopie von der Oberreute zu machen."

"Wir haben ein denkmalgeschütztes Gebäude und sind oft verzweifelt auf der Suche nach einer Nutzung, jetzt haben sehr gute und wirtschaftliche Nutzung gefunden, antwortete Fachbereichsleiter Umwelt und Technik, Rudolf Mager. Er verwies darauf, dass ein Neubau bei 3,5 Millionen Euro liege, hier gehe es nur um 1,5 Millionen Euro für drei Gruppen.

Im Schießacker gebe es zwar eine Entwicklung, aber darüber, so Mager, soll dann entschieden werden "wenn wir so weit sind dort". Die frühere Grundschule sei jetzt die beste, schnellste und wirtschaftlichste Lösung. Im Schießacker gebe es derzeit weder ein Baurecht noch eine Erschließung, so Mager.

Clemens Maurer (CDU) argumentierte, der Antrag der Aktiven Bürger käme zur falschen Zeit, es seien mit großer Mehrheit Beschlüsse gefasst worden, "jetzt bei der Sachentscheidung eine neue Spielwiese aufzumachen halte ich nicht für sachgerecht" betonte er. Dies würde alle verzögern, es entstünden dreifache Kosten, das Baurecht fehlen – und darüber hinaus habe man dann "ein Gebäude am Kirchplatz, das leer steht." Es tue Not, so Maurer, zuvor schon, dass die Kirchplatzschule als Kindergarten zur Verfügung steht."

Tanja Witkowski (SPD/Buntspecht) kündigte für ihre Fraktion an, dem Beschlussvorschlag zuzustimmen. Die Entscheidung sei schon vor längerer Zeit getroffen worden, wir müssen "jetzt auch die Konsequenzen tragen" sagte sie, und bezweifelte, "dass wir es günstiger hinkriegen können."

Oberbürgermeisterin Dorothee Eisenlohr betonte, dass es jetzt einen Platzbedarf im Kindergarten gebe. Der Antrag der Aktiven Bürger wurde mit deutlicher Mehrheit abgelehnt, der anschließend leicht modifizierte Verwaltungsvorschlag, bei dem der Planung zugestimmt wurde, fand bei drei Gegenstimmen und fünf Enthaltungen die Mehrheit.

Artikel bewerten
2
loading

Ihre Redaktion vor Ort Schramberg

Stephan Wegner

Fax: 07422 9493-18

Flirts & Singles

 
 
0

Kommentare

Artikel kommentieren

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.