80 der 500 noch lebenden Spandauer Springböcke schwärmen in Richtung Schramberg zur Museumsparade aus. Foto: Museum Foto: Schwarzwälder-Bote

80 historische Motorräder machen Station in Auto- und Uhrenwelt

Schramberg. Am Samstag, 17. August sind 80 historische Motorräder der Marke D-Rad im Landkreis Rottweil unterwegs und besuchen das Auto- und Uhrenmuseum in Schramberg.

Die D-Rad Fahrzeuge werden allen interessierten Besuchern zugängig von 12 bis 14 Uhr auf dem Freigelände des Museums präsentiert. Die Fahrer, wenn sie nicht gerade selbst fachsimpeln, stehen den Gästen bei Fragen zu ihren Lieblingen gerne Rede und Antwort .

Im Volksmund wurden die D-Räder aufgrund ihrer blattgefederten Vordergabel auch als Spandauer Springböcke bezeichnet.

In den Jahren 1923 bis 1932 baute die "Deutschen Industriewerke AG" in Berlin-Spandau ungefähr 60 000 dieser Motorräder, die heute Kultstatus haben. Die Motorräder galten als robust und preiswert und wurden deshalb in den 20er-Jahren vor allem gerne von Handwerkern genutzt.

Fahrerisch stellt das D-Rad einige Ansprüche an seine Besitzer: Am Lenker sind zwei Hebel angebracht. Einer für die Steuerung der Zündung und der andere fürs Gas. Die Gangschaltung befindet sich neben dem Tank und gekuppelt wird mit dem Fuß. Man hat beim Fahren, im wahrsten Sinne des Wortes, alle Hände und Füße voll zu tun.

Die D-Rad-Besatzungen des Springbocktreffens kommen aus ganz Deutschland – von Hamburg, Baden-Württemberg bis Bayern. Auch aus Österreich, Holland, Frankreich und der Schweiz haben sich Fahrer mit ihren wertvollen Maschinen angesagt. Man spricht noch von ungefähr 500 existierenden D-Rädern und davon werden 80 Fahrzeuge in die Talstadt kommen. Das heißt, am Samstag, 17. August wird jedes sechste noch fahrtüchtige D-Rad Schramberg einen Besuch abstatten.

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