Schwarzwaldverein feiert am Gedächtnishaus.
Schramberg - Außergewöhnlich gut besucht war die diesjährige Sonnwendfeier des Schwarzwaldvereins Schramberg. Die Wanderer umliegender und befreundeter Ortsverbände sowie Gäste wurden vom Vorsitzenden Wolfgang Flaig begrüßt. Die Sommersonnenwende war in diesem Jahr am Freitag, 21. Juni um genau 7.04 Uhr MESZ, dies nahmen viele Menschen am Wochenende zum Anlass, den längsten Tag des Jahres und den Beginn des Sommers auf dem Fohrenbühl zu feiern. Seit der Christianisierung Europas werden Mitsommerfeste oft mit dem Heiligen des 24. Juni, Johannes dem Täufer, verbunden, der als besonders machtvoller Heiliger galt. Einige der Sonnenwendbräuche, wie die Johannesfeuer, sind nach ihm benannt.
Das Schramberger Team versorgte die Besucher am Fohrenbühl, Getränke, leckere Würstle, duftendes Brot und frischer Hefezopf aus der Region fanden reißenden Absatz. Unter freiem Himmel mitten im Wald in der Abendsonne sitzend, ließ sich die sommerliche Atmosphäre besonders gut genießen und die Besucher waren gegen die oftmals frische Brise der Schwarzwaldhöhen gut mit Jacken und Decken gerüstet.
Auch der schwäbische Dichter Ludwig Finkh hat den Fohrenbühl gekannt und ihn auszugsweise wie folgt besungen: "Über die grünen Wipfel hin, schau ich von deinem Turm, ob ich in heller Sonne bin, oder im Sturm, ... Ström’ deinen Atem ins Erdenhaus, Wäldermorgenkühl, Treibe die störrischen Geister aus, Fohrenbühl!" Das Holz für das Sonnwendfeuer war im Vorfeld von Wolfgang Flaig und seinen Helfern sorgfältig in Form eines schlanken Kegels vorbereitet worden. Spannend wurde es, vor allem für die Kinder, als die Feuerwehr Lauterbach mit den Vorbereitungen fürs Feuerlegen begann. Damit im Wald kein Schaden entsteht, wurden alle umliegenden Bäume mit Wasser besprüht. Bald schon loderten die Flammen mit den Wasserfontänen um die Wette und die Kinder hatten einen Riesenspaß während die Funken sprühten und sich ein Schleier aus Wassertröpfchen über die Natur und die Menschen legte.