Die Lauterbacher Feuerwehr wacht traditionell über das Sonnwendfeuer des Schwarzwaldvereins Schramberg am Gedächtnishaus auf dem Fohrenbühl. Foto: Ziechaus

Schwarzwaldverein feiert traditionell kürzeste Nacht des Jahres. Weniger Besucher wegen Fußball-WM.

Schramberg/Fohrenbühl - "Wir grüßen des Lichtes gesegneten Lauf: Sonnwendfeuer flamm nun auf" - dem Gruß von Goethe waren nur wenige Besucher auf den Fohrenbühl gefolgt.

 

Dabei war ein hoch aufloderndes Feuer auf der Höhe beim Gedächtnishaus zu erleben, während im fernen Brasilien trotz Gluthitze nur ein schwaches Feuerchen glimmte. Die Ortsgruppe Schramberg im Schwarzwaldverein feierte die Sommersonnwende traditionell auf der Wiese vor ihrem Gedächtnishaus.

Ein großes Feuer erleuchtete die kürzeste Nacht des Jahres nach dem längsten Tag, an dem die Sonne auf der Nordhalbkugel am Mittag ihren höchsten Stand erreicht hatte. Schon in vorchristlicher Zeit wurde die Sonnwende bei Kelten und Germanen mit Feuer gefeiert. Den Flammen wurde eine reinigende und stärkende Wirkung zugesagt und so sollte der Sprung über das Feuer Krankheiten fernhalten.

Die beiden Jugendlichen, die auf dem Fohrenbühl über die Glut sprangen, hatten wohl einfach Spaß an der kleinen Mutprobe. Gut bewacht wurde das Sonnwendfeuer von der Feuerwehr Lauterbach, die schon zuvor die Umgebung gut gewässert hatte und die Glut am Ende gründlich ablöschte.