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Schramberg "Sie war halt was Besonderes"

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Margit Kaiser, langjährige Wirtin der "Schönen Aussicht", ist im Alter von 75 Jahren gestorben. Foto: privat Foto: Schwarzwälder-Bote

Schramberg (lar). Sie war mit Leib und Seele Wirtin, fühlte sich in ihrer Gaststube zuhause und war bekannt für ihre köstliche Schlachtplatte – mit 75 Jahren verstarb die langjährige Wirtin der "Schönen Aussicht" Margit Kaiser.

Als Margit Rieder wurde sie 1942 in Österreich geboren. Bereits mit 15 Jahren ging sie in Stellung im Bregenzer Hotel Mohrer und drei Jahre später schließlich als Kellnerin nach Rottweil in die "Alte Post". Nach ihrer Hochzeit mit Alfred Kaiser im Jahr 1962 fing sie an im Gasthaus ihrer Schwiegereltern im Burgweg zu arbeiten. Bis zu dessen Tod im Jahr 1987 führte sie die Wirtschaft gemeinsam mit ihrem Schwiegervater, später dann alleine. Vier Jahre nach der Hochzeit kam Tochter Corinna auf die Welt.

Margit Kaiser steckte viel Liebe in die alten und traditionell eingerichteten Räumlichkeiten des Gasthauses. Über Jahrzehnte war die "Schöne Aussicht" eine Fasnetshochburg in Schramberg und Musiker der Stadtmusik ebenso wie Bach-na-Fahrer und andere Narren gingen in ihr ein und aus. Doch auch die Arbeiterwohlfahrt, der Ortsbauernverein und viele weitere Verein und Gruppierungen hielten ihre Jahreshauptversammlungen in der Gaststube ab.

Im Jahr 2013 – im Jahr nachdem der Hang oberhalb des Gasthauses abgerutscht war – wurde Margit Kaiser der närrische "Seckeles-Gäules"-Orden verliehen. In voller Ordensmontur ließ sie sich den Spaß nicht nehmen, gemeinsam mit Pfarrer Kocholl beim Bach-na-Fahrer-Ball im Bärensaal aufzutreten. Doch nicht nur auf die Bühne brachte sie der verhängnisvolle Hangrutsch, auch im Fernsehen waren sie und ihr Gasthaus zu sehen.

Ihren östereichischen Dialekt hatte Kaiser abgelegt, fühlte sich in Schramberg wohl und heimisch. Wäre es nach ihr gegangen, hätte sie die Wirtschaft bis zuletzt nicht aufgegeben.

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