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Schramberg Schulsozialarbeit bleibt in Diskussion

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Die anwesenden Aktiven beim Freundeskreis Gymnasium Schramberg (von links): Schülervertreterin Vera Petri, Vorsitzender Thomas Brugger, Elternvertreterin Bärbel Munzinger, Schulleiter Bernhard Dennig, Beisitzerin Barbara Kunst, stellvertretender Schulleiter und Lehrervertreter Matthias Dobler, Schriftführer Wolfgang Hunzinger, stellvertretender Vorsitzender Michael Kiolbassa, Kassierer Christoph Moosmann und Kassenprüfer Martin Schütt Foto: Wegner Foto: Schwarzwälder Bote

Hauptthema in der Versammlung des Freundeskreises des Gymnasiums Schramberg war neben Regularien und Wahlen das Thema Schulsozialarbeit. Hierzu will Vorsitzender Thomas Brugger auch nochmals auf die Stadt zugehen.

Schramberg. Die Schule müsse zunächst mit der jetzt beschlossenen Situation leben, dass Schulsozialarbeit nur noch bei Bedarf möglich sei, informierte Schulleiter Bernhard Dennig das Gremium. Der Vertrag mit der bisherigen Mitarbeiterin, so bestätigt der städtische Fachbereichsleiter Berthold Kammerer, laufe Anfang Juli aus und werde nicht verlängert. Dies sei kurz vor dem Schuljahrsende und bringe Zeitdruck mit sich, sagte Dennig in der Versammlung. Denn die nicht nur die Hausaufgabenbetreuung, auch das Ganztagesangebot müsse weitergehen – darauf würden sich die Eltern verlassen.

Dabei kann der Schulleiter die Begründung der Stadt und speziell des damit beauftragten Juks3 für eine Änderung der Situation nicht nachvollziehen. Zwar sei die pädagogische Kraft bislang auch für Tätigkeiten eingesetzt worden, die nach den 2016 veränderten Richtlinien des Landes zur Bezuschussung der Schulsozialarbeit nicht entsprächen, dies sei aber nur ein Teil der Arbeit gewesen. Darüber hinaus erinnerte Dennig daran, dass die Bitte der Schule schon zu Zeiten, als noch Antje Wiedmann-Bornschein hervorragende Arbeit geleistet habe, das Deputat um sechs Stunden aufzustocken, von der Stadt mit dem Hinweis auf eine Sperre im Personalhaushalt abgelehnt worden sei. "Und da war es genau um die geförderte Art von Schulsozialarbeit gegangen", ärgert sich Dennig.

Frage der Auslegung

Ganz abgesehen davon, geht Dennig davon aus, dass die Stadtverwaltung den entsprechenden Passus der Verordnung zwar inhaltlich, aber nicht sinngemäß verstanden hat. Dabei geht es darum, dass der Zuschuss nicht für spezifische Maßnahmen der Ganztagsbetreuung, eben Hausaufgabenbetreuung und Ganztagestreff, gewährt werde. Damit soll verhindert werden, dass der Sozialpädagoge fachfremd eingesetzt werde, beispielsweise, um die Kinder beim Mittagstisch zu beaufsichtigen. Dies sei bislang teilweise der Fall gewesen (weil auch so gedacht), räumte Dennig ein. Deswegen habe er einen Gegenentwurf zum Vorhaben der Stadt ausgearbeitet, "der den Kriterien genügt" habe, ist Dennigs Ansicht. Dieser sei aber "von der Stadt nicht zur Kenntnis genommen worden, weil nachmittags niemand eingesetzt werden könne. "Seine Damen stünden nur vormittags zur Verfügung", habe Juks-Leiter Marcel Dreyer deutlich gemacht.

Dennig sei nach wie vor der festen Überzeugung, dass das bisherige Angebot des Gymnasiums "eine ideale Voraussetzung für Schulsozialarbeit" dargestellt habe, dazu hätten auch erlebnispädagogische Angebote gehört – und nicht zuletzt bräuchten auch die rund 30 Schülermentoren der Hausaufgabenbetreuung eine Rückmeldung. Gleichzeitig seien diese auch diejenigen, die feststellen und weitermelden könnten, wenn einer der Betreuten aus familiären oder psychologischen Gründen Probleme habe – und hier müsse dann nachmittags die Sozialarbeit ansetzen, um die Bedingungen zu verbessern.

Gegen eine morgendliche Schulsozialarbeit spräche, und da waren sich alle einig, dass es am Gymnasium konventionellen Unterricht gebe – und auch die Lehrer stünden an Schulvormittagen aufgrund ihres Unterrichts nur eingeschränkt zur Verfügung. Darüber hinaus sei es auch für die Schulleitung morgens undenkbar, an solchen Fällen zu arbeiten. Lediglich dann, wenn ein Schüler beobachtet werden solle, gebe es vormittags Bedarf.

Einig war sich das Gremium auch, dass es für einen Schulsozialarbeiter wichtig sei, die Schüler zu kennen und auch ein Vertrauensverhältnis zu den Lehrern aufzubauen. Das gehe nicht, bei einem fallbezogenen Angebot "bei Bedarf". Dies hatte die Stadt so angeboten – und bei Bedarf gebe es dies auch ganztägig. "Davon gehe ich aus", sagte Kammerer auf Nachfrage.

Schulleiter Dennig kündigte an, nochmals in einem Brief an die Mitglieder des Verwaltungsausschusses auf die Situation und die Bedürfnisse des Gymnasiums aufmerksam machen zu wollen.

Wahlen schnell erledigt

Die Wahlen beim Freundeskreis gingen schnell über die Bühne, für Martin Ginter, der nicht wieder als Kassenprüfer kandidiert hatte, sprang Martin Schütt ein. Ansonsten wurden Vorsitzender Thomas Brugger, Stellvertreter Michael Kiolbassa, Kassierer Christoph Moosmann und Schriftführer Wolfgang Hunzinger im Amt bestätigt. Als Beisitzer fungieren Barbara Kunst, Viola Storz und Dorothee Golm. Vera Petri ist eine der Schülervertreterinnen, Matthias Dobler Lehrervertreter.

Seit der letzten Versammlung vor zwei Jahren seien mehrere Zuschussanträge für Klassenfahrten positiv beschieden worden, für die Schüler des Neigungsfachs Musik wurde die Prüfungsbegleitung übernommen und eigentlich wollte der Verein auch Vorkosten für das Projekt "Schule als Staat" auslegen, erinnerte Thomas Brugger an die Aufgaben und Ausgaben.

Von leicht steigenden Einnahmen durch einen leichten Mitgliederzuwachs berichtete Christoph Moosmann, wünschenswert sei es, weitere Mitglieder zu gewinnen, um die Aufgaben erfüllen zu können.

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