Die Preisrichter tagten knapp zwölf Stunden. Mit Beratern von Schulen und Stadt waren knapp 30 Personen beteiligt. Foto: Wegner

Ein weiterer Schritt zur Realisierung des Schramberger Schulcampus ist gemacht. Der Sieger des Realisierungswettbewerbs steht fest

Schramberg - Ein weiterer Schritt zur Realisierung des Schramberger Schulcampus ist gemacht: Am gestrigen Donnerstag hat eine 15-köpfige Jury die eingegangenen Entwürfe des Realisierungswettbewerbs ausgewertet – und einen eindeutigen Sieger präsentiert.

Nach einer knapp zwölfstündigen Suche über mehrere Runden stand es schließlich fest: Das Stuttgarter Büro von Kamm Architekten ist der Sieger des »Realisierungswettbewerbs mit städtebaulichem Ideenteil« zu dem künftigen Schulcampus im Bissingen-Areal. Der Entwurf, erklärten Oberbürgermeisterin Dorothee Eisenlohr und der Architekt Thomas Zimmermann als Vorsitzender des Preisgerichts, verbinde mit Abstand am besten die angestrebte bauliche Realisierung in einzelnen Etappen, die  architektonischen Aspekte  und jene, die erfüllt sein müssen, was entstehen soll: eine Schule.

"Sehr kompakte Einheit überzeugt"

Deshalb fiel die Wahl letztlich auch einstimmig auf den Siegerentwurf. Insgesamt 22 Architekturbüros hatten ihre Realisierungsvorschläge eingereicht. Alle waren dem Preisgericht  anonymisiert vorgestellt worden.
»Hier wird etwas Einzigartiges entstehen,« war sich Zimmermann nach der Vergabe  sicher. Der Siegerentwurf habe unter anderem aufgrund seiner »sehr kompakten Einheit überzeugt«, so Zimmermann. »Da stimmt das Ganze.«

Zentrales Element ist das gemeinsame Schulgebäude der Erhard-Junghans- und der Peter-Meyer-Schule, in der, wie Eisenlohr betonte, die angestrebten Synergieeffekte  optimal genutzt werden können. »Die städtebaulichen Setzungen der Gebäudekubaturen bilden überraschende, und gleichzeitig anschlussfähige städtebauliche Topologien, denen es gelingt den gesamten Grundstückraum an der Schlossstraße neu zu verankern«, heißt es im Protokoll der Preisgerichtsitzung.

Nach einer knapp zwölfstündigen Suche über mehrere Runden stand es schließlich fest: Das Stuttgarter Büro von Kamm Architekten ist der Sieger des »Realisierungswettbewerbs mit städtebaulichem Ideenteil« zu dem künftigen Schulcampus im Bissingen-Areal. Der Entwurf, erklärten Oberbürgermeisterin Dorothee Eisenlohr und der Architekt Thomas Zimmermann als Vorsitzender des Preisgerichts, verbinde mit Abstand am besten die angestrebte bauliche Realisierung in einzelnen Etappen, die  architektonischen Aspekte  und jene, die erfüllt sein müssen, was entstehen soll: eine Schule.

Und weiter: »Der gewählte bauliche Abstand von den Wohnbebauungen an der Landenbergerstraße werden als wohltuend empfunden ... die mäandernde Kubatur ... ist eine starke städtebauliche Setzung, deren Körnigkeit sich deutlich vom städtebaulichen Umfeld absetzt ... die unterschiedlich schaltbaren Räume und Raumgruppen folgen konsequent den Vorgaben ... je weiter man im Gebäude nach oben gelangt, je kleinkörniger und geborgener wird das Raumangebot ... die Kindertagesstätte und die zugehörigen Freiflächen sind funktional richtig zugeordnet und binden sich in die Gesamtstruktur wie selbstverständlich ein ... insgesamt überzeugt jedoch diese vom Städtebau bis zum Klassenraum durchdachte Gesamtkonzeption.«

Das Preisgericht hatte in Bau 68 des Geihalde-Areals getagt. Neben dem ersten Preis, der mit 72 000 Euro dotiert ist, wurden zwei dritte Plätze an Günter Hermann Architekten Stuttgart sowie »trint + kreuder«-Architekten aus Köln verliehen (je 36 000 Euro). Auch dadurch, dass kein zweiter Preis vergeben wurde, so Eisenlohr und Zimmermann, sei die Qualität des Siegerentwurfs unterstrichen worden.
Nach der Entscheidung zeigten sich die Beteiligten durchweg zufrieden – auch die Fraktionssprecher Clemens Maurer (CDU) und Udo Neudeck (Freie Liste) zeigten sich gut gelaunt über das Ergebnis.

Eine Woche lang einsehbar

Alle Arbeiten werden  von Samstag, 8. Februar, bis Samstag, 15. Februar, täglich von 14 bis 17 Uhr bei freiem Eintritt im Gebäude 68 des Junghans-Gewerbeparks ausgestellt . An drei Tagen bietet die Stadt zudem Führungen an. Am 8. Februar, 15 Uhr, wird der Vorsitzende des Preisgerichts gemeinsam mit den beteiligten Schulleitern die Arbeiten und den Weg zur Preisfindung erläutern. Weitere Führungen zu Architektur und schulischen Konzepten gibt es am Sonntag, 9. Februar und am 15. Februar, jeweils um 15 Uhr.