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Schramberg Raser gefährden Straßenarbeiter

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Einige Autofahrer nutzen die gesperrte Straße, wie wenn nichts wäre. Foto: Wegner

Schramberg-Sulgen - "Sie schießen teilweise mit 100 Stundenkilometern an den Mitarbeitern des Straßenbauunternehmens vorbei", ärgert sich das Straßenbauamt über Autofahrer, die verbotenerweise auf der Kreisstraße zwischen Sulgen und Schönbronn unterwegs sind.

"Anlieger frei" trotz Vollsperrung

Eigentlich ist die Kreisstraße 5532 zwischen Sulgen und Schönbronn seit Mitte August wegen umfangreicher Straßenarbeiten voll gesperrt. Allerdings, so Joachim Hilser vom Straßenbauamt des Landkreises Rottweil, werde darauf geachtet, dass die Anwohner die Straße möglichst problemlos nutzen können – deswegen gilt dort "Anlieger frei".

Dies, so Hilser, nutzten aber nicht nur Anlieger, sondern auch andere Autofahrer auf ihrem Weg Richtung Villingen. Nicht genug, dass die Autofahrer diesen Weg trotz vorhandener Umleitung verbotenerweise nutzten, hinzu käme, dass manche dort quasi mit 100 Stundenkilometern "durchrasen" und dabei die Mitarbeiter des Straßenbauunternehmens gefährdeten, ärgert sich Hilser. So manche der Autofahrer würden die Straße nutzen "wie wenn nichts wäre", hat er kein Verständnis für diese Autofahrer.

Rettungsdienst, berechtigte Anlieger und Baufirma benötigen Zugang

Aus diesem Grund hat das Landratsamt künftig Kontrollen der Autofahrer angekündigt, um feststellen zu können, ob diese die Straße berechtigt nutzen oder nicht – und falls nicht mit entsprechenden Konsequenzen. Ein "Zustellen" der Straße mit Baumaschinen oder Material sei nicht sinnvoll, ist Hilser der Ansicht, weil dadurch dann auch der Rettungsdienst, die berechtigten Anlieger und nicht zuletzt die Baufirma selbst im Arbeitsablauf behindert würden.

Bis zum 30. November, so die Planung, soll die Kreisstraße gesperrt bleiben, um alle Arbeiten erledigen zu können. Allerdings geht Hilser nach derzeitigem Stand davon aus, dass es eher schneller gehen könnte als länger dauern: "Es läuft derzeit alles ziemlich gut", weiß er, und das, obwohl zu den ursprünglich geplanten Arbeiten noch weitere dazugekommen seien. So hätten Stadt und Stadtwerke Schramberg die Arbeiten für weitere Projekte genutzt – die Baufirma aber mit der Erhöhung der Mitarbeiterzahl auf der Baustelle reagiert und dies kompensiert, so dass es nicht zu Verzögerungen gekommen sei, freut sich Hilser. Ein Übriges habe auch das gute Wetter zum schnellen Verlauf beigetragen.

Genauere Einschätzungen hinsichtlich der Fertigstellung hängen nach Hilsers Worten noch von der Qualität des Straßenuntergrunds ab. Erst wenn im Oktober die Fräse anrücke, könne gesagt werden, ob nicht doch noch unerwartete Schäden an die Oberfläche kämen, die den Arbeitsaufwand so verlängerten, dass die gesamte Zeit bis zum 30. November erforderlich werde. Gebe es hingegen keine Überraschung kann sich Hilser nach derzeitigem Stand der Arbeiten vorstellen, dass die Sperrung und Umleitung über Hardt schon etwas früher wieder aufgehoben werden kann.

Grund für die derzeitigen Arbeiten auf der Kreisstraße sind Risse und ein fehlender Verbund zwischen den einzelnen Schichten des Straßenaufbaus. Zudem ist geplant, auf der gesamten Strecke zwischen dem Friedhof Hintersulgen und dem Ende der Ortsdurchfahrt Schönbronn nach dem Abfräsen nicht nur eine neue, sondern auch eine um vier Zentimeter stärkere Asphaltschicht auf der Kreisstraße aufzubringen. Gleichzeitig sind bereits die Gehwege in Schrambergs kleinstem Stadtteil saniert und neue Randsteine gesetzt.

Die Gesamtkosten aller Maßnahmen belaufen sich laut Hilser auf rund 950.000 Euro.

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