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Schramberg Räte zweifeln an Bauzeit-Verkürzung

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Im Frühjahr 2021 soll nun endlich die energetische Sanierung der Grundschule in Waldmössingen beginnen.Foto: Herzog Foto: Schwarzwälder Bote

Die Grundschule in Waldmössingen soll im kommenden Jahr nun endlich energetisch saniert werden. An der nur neunmonatigen Bauzeit bis zur Fertigstellung haben die Ortschaftsräte ihre Zweifel.

Schramberg-Waldmössingen. In der Sitzung des Ortschaftsrats gaben Stadtplaner Andreas Krause und Architekt Jürgen Bihlmaier einen ausführlichen Bericht zur Sanierung. Wie Krause erinnerte, habe es bereits 2016 Überlegungen gegeben, die Grundschule zu sanieren. 2018 sei ein Zuschussantrag gestellt worden, der 2019 bewilligt worden sei.

Aufgrund der Höhe der Sanierungssumme von 1,53 Millionen Euro habe das Vorhaben eine europaweite Ausschreibung erfordert. Architekten seien angeschrieben worden, Angebote einzureichen. Diesen Architektenwettbewerb habe Jürgen Bihlmaier gewonnen, so Krause. "Bei der Kostenberechnung hat sich gezeigt, dass diese deutlich höher liegt als noch 2018 von uns geschätzt. Es war ein volatiles Angebotsverhalten mit Differenzen von bis zu 200 Prozent", erklärte der städtische Vertreter. Ferner seien Mittel in den Haushalt eingestellt worden, um das Rektorat und die Klassenzimmer mit Breitband auszustatten. Dort und auch bei der Elektroinstallation, die teilweise wegen Brandschutzes ersetzt werden müsse, habe es weitere Kostensteigerungen gegeben.

"Jetzt sind wir soweit, die Genehmigungsplanung vorantreiben und im Spätherbst erste Gewerke vergeben zu können. Im Frühjahr 2021 geht’s dann richtig los und bis Ende 2021 ist die Maßnahme abgeschlossen", schilderte Krause den sportlichen Bauzeitenplan.

Nach Auskunft von Bihlmaier verschlingt die energetische Sanierung des Schulgebäudes den Löwenanteil. Neben der Sanierung der WC-Anlagen mit Behinderten-Toilette sei auch ein Anbau im Eingangsbereich mit Aufzug geplant, um die Barrierefreiheit für das Gebäude zu erreichen. Außerdem brauche es eine neue Fluchttreppe nach außen.

Auch Corona als Ursache

Rätin Annette Jauch war nicht zufrieden. "Eigentlich wollten wir schon im Frühjahr 2020 mit der Sanierung beginnen. Jetzt wird sie wieder um ein ganzes Jahr verschoben. Woran liegt das und sind neun Monate Bauzeit realistisch?", wollte sie wissen. Wie Krause einräumte, habe das VGV-Vergabeverordnungs-Verfahren ein halbes Jahr in Anspruch genommen. Danach habe Corona für drei Monate Verzögerung gesorgt. Die eigentliche Planung habe erst im April richtig beginnen können. Es sei natürlich schade, dass nun die Sommerferien nicht für die Bauarbeiten genutzt werden können.

Bihlmaier argumentierte, es sei immer auch eine Frage, wie schnell die Handwerker Zeit hätten. Neun Monate seien sicherlich sportlich, aber machbar. "Wenn wir in diesem Frühjahr ausgeschrieben hätten, hätten wir eine kleine Katastrophe erlebt. Entweder sehr hohe Preise oder überhaupt kein Angebot. Wir setzen auf günstigere Ergebnisse Ende des Jahres", erklärte der Experte.

Rat Ralf Kopp war damit nicht zu überzeugen. Es sei für ihn nur schwer vorstellbar, von einst eineinhalb Jahren Bauzeit plötzlich auf neun Monate herunterzukommen. Das grenze an Schönmalerei, tadelte Kopp. Nachdem die Vorbehalte wegen der Bauzeit weiter zuzunehmen drohten, ergriff Fachbereichsleiter Rudolf Mager das Wort: "Architekt Bihlmaier hat einen Zeitplan erstellt und hat genügend Erfahrung darin. Wir vertrauen ihm. Wir haben das mit unserem Fachwissen aufgestellt und wollen termingerecht fertig sein", versicherte Mager.

Bisher dürftig ausgestattet

Auf Anfrage von Rat Roland Weißer bezifferte Krause die Kostensteigerung beim Breitband von einst 36 000 Euro auf 50 000 Euro. Grund sei, dass die Schule durch den Bundes-Digitalpakt einen gehobenen Standard brauche und bislang recht dürftig ausgestattet gewesen sei.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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