Bettler beschränken sich längst nicht mehr nur auf Fußgängerzonen. Ganz dreiste Vertreter kommen auch direkt vor die Haustür. Foto: dpa

Gut organisierte Verbrecher: Während ein Täter die Opfer an der Haustür ablenkt, versucht der andere im Haus sein Glück.

Schramberg: Wie schon mehrfach berichtet, sind in Schramberg wie auch im übrigen Landesgebiet immer wieder Bettler unterwegs, die an Haustüren klingeln und zunächst um Kleinigkeiten betteln - manchmal nur um ein Glas Wasser.

Doch hier ist laut Polizei allerhöchste Vorsicht geboten: Immer wieder werden vor allem ältere Menschen Opfer dieser gut organisierten Verbrecher.

So erfuhr die Polizei am Samstag von einem 74-jährigen Mann, dass bei diesem am Nachmittag ein etwa 30-jähriger um Geld gebettelt hatte. Der gutgläubige Rentner gab ihm 20 Euro. Kurz darauf dann die Überraschung: Der 74-Jährige ging gerade zurück in seine Küche und entdeckte dort an der Tür zum Garten einen etwa 20-jährigen Mann.

Die beiden Männer haben offensichtlich zusammengearbeitet: Der Ältere sollte den Geschädigten an der Haustüre ablenken, während der jüngere in dieser Zeit sein Glück von hinten versuchte.

Nun war es in diesem Fall sogar so, dass sich der jüngere der beiden Bettler an der Hintertüre kaum mehr abwimmeln ließ: Er wollte erst Geld, dann etwas zu essen, schließlich noch Milch und dann auch noch eine Decke. Fast schon typisch ist an diesem Fall, dass der Rentner schon einmal Besuch von einem der beiden Täter, nämlich von dem jüngeren hatte. Der war bereits vor etwa zehn Tagen an der Haustüre aufgetaucht, hatte sich zehn Euro erbettelt und wollte dann gar nicht mehr gehen. Erst als der Geschädigte mit massiver Gewalt die Haustüre zudrückte, ließ der Täter ab.

In diesem Zusammenhang muss zum wiederholten Mal äußerst dringend vor solchen Bettlerkolonnen gewarnt werden, die bestens organisiert überwall unterwegs sein können. Es ist dringend davon abzuraten, diesen Kriminellen entgegenzukommen. Auch ist tunlichst zu vermeiden, Fenster oder gar Türen offenstehen zu lassen - auch nicht bei nur sehr kurzer Abwesenheit. Immer wieder kommt es in solchen Fällen zu derartigen Diebstählen, die oft erst viel zu spät bemerkt werden, warnt die Polizei.

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