Die Schramberger Pfadfindergruppe im Diözesan-Zeltlager "Minimundo" in Mittelfranken. Foto: Schneider

1.200 Pfadfinder im "intergalaktischen" Diözesan-Zeltlager in Reinwarzhofen.

Schramberg - Knapp 1200 Pfadfinder trafen auf dem Willy-Brand-Zeltplatz im mittelfränkischen Reinwarzhofen zum großen Lager der Diözese Rottenburg-Stuttgart zusammen. Mit dabei waren auch 22 DPSG-Pfadfinder aus Schramberg.

Die Teilnehmer hatten die Aufgabe in einem dreitägigen Geländespiel die Welt zu verbessern. Das Szenario: Der Intergalaktische Rat beschließt, den Planeten "Mini Mundo" wegen den dort vorherrschenden Problemen wie Egoismus und Umweltzerstörung aus dem Universum zu tilgen. Es gibt nur noch eine Chance: Die Pfadfinder müssen an Workshops teilnehmen, um durch das Sammeln von mindestens 4000 Kulturpunkten den Intergalaktischen Rat zu beschwichtigen.

Bei den Workshops setzten sich die "Mini-Mundianer" an 60 verschiedenen Stationen spielerisch mit den Themen Freundschaft, Frieden, Umweltschutz und Kultur auseinander. Die Schramberger boten einen Workshop an, bei dem die Teilnehmer Müll recyceln und daraus Musikinstrumente bauen konnten. Am Ende waren die Bemühungen der Pfadfinder von Erfolg gekrönt und der Planet "Mini Mundo" konnte gerettet werden.

Neben dem sozialen Engagement kam bei dem Lager auch die pfadfinderische Gemeinschaft auf Stammes-, Bezirks- und Diözesanebene nicht zu kurz. Am Bezirkstag veranstaltete der Bezirk Schwarzwald-Donau mit den Stämmen Balingen, Tuttlingen, Rottweil und Schramberg ein Bezirks-Indiakaturnier. Am Stammestag nutzten die Schramberger das gute Wetter – es regnete während dem zehntägigen Lager nur zwei mal – und gingen ins Schwimmbad. In den Stufenzelten war für jede Altersgruppe viel geboten. Dort konnten die Kinder und Jugendlichen Tischkickern, Spiele ausleihen, chillen, Comics lesen und sich an einem 30000-Teile-Puzzle versuchen.

Für die Jüngsten, die Wölflinge, stand ein besonderes Highlight auf dem Programm. Jeden Abend gab es eine "Zahnputzparty", bei der die Wölflinge tanzend ihre Zähne schrubbten.

Die Ältesten, die Rover, durften in einem Teillager unabhängig von ihren Stämmen die zehn Tage genießen. Abends tummelten sich alle Altersstufen in der Lagerkneipe. Die "RoSt-Laube" bot eine Auswahl an Getränken und Snacks, deren Erlös gespendet wird.

Im "Spirizelt" ermöglichten die Kuraten Teilnehmern eine Atmosphäre, die zur Entspannung einlud. Außerdem gab es ein Lagerradio, den "Mun-doFunk". Rund um die Uhr sendete das Radioteam Musik, Nachrichten und Lagernews. Im Internet-Stream konnten alle Eltern und Daheimgebliebenen das Lagerleben live mitverfolgen.