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Schramberg Pax Christi beklagt lange Kriegsspuren

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Schramberg. Die Ökumenische Friedensdekade vom 6. bis 16. November ist eingebettet in die Aktion "Schramberg – Little Glocal City. Christen und Muslime im Gespräch". Initiator ist die Pax-Christi- Gruppe, die zusammen mit der Katholischen und Evangelischen Kirchengemeinde, der VHS und dem Eine-Welt-Forum die Friedensdekade gestaltet.

Mit dem Motto "Kriegsspuren" will die Friedensdekade auf zwei Entwicklungen aufmerksam machen. Zum einen soll die Aufmerksamkeit darauf gelenkt werden, dass Kriege wie in Syrien schon lange Spuren aufweisen, denen man nicht genügend Aufmerksamkeit geschenkt hat.

Laut Weißbuch 2016 werden durch die "Renaissance klassischer Machtpolitik" gewaltsame Konflikte und Bürgerkriege wahrscheinlicher. Dazu gehören auch Waffenlieferungen in Spannungsgebiete. Pax Christi fordert deshalb, dass die Politik bereits im Vorfeld mit Methoden der zivilen Konfliktbearbeitung eingreift. Kriege und gewaltsame

Konflikte hinterlassen aber auch Spuren, auf die die Friedensdekade hinweisen will. Unendliches Leid über Generationen, Ströme von Flüchtlinge sind solche Spuren. Die Deutsche Welthungerhilfe betont, dass gerade Bürgerkriege und kriegerische Konflikte maßgeblich zum Hunger in der Welt beitragen.

Am Sonntag, 13. November findet um 19 Uhr ein Ökumenischer Gottesdienst in der Evangelischen Stadtkirche statt, der im Rahmen eines Taizé-Gebets als Friedensgottesdienst gestaltet wird.

Am Dienstag, 15. November, wird um 19 Uhr im Marienheim der bekannte Autor Jürgen Grässlin sein Buch "Netzwerk des Todes – die kriminellen Verflechtungen von Waffenindustrie und Behörden" vorstellen. Grässlin ist Sprecher der Kampagne "Aktion Aufschrei – Stoppt den Waffenhandel!", Bundessprecher der Deutschen Friedensgesellschaft – Vereinigte Kriegsdienstgegner (DFG-VK), Sprecher der Kritischen AktionäreInnen Daimler (KAD) und Vorsitzender des Rüstungsinformationsbüros (RIB e.V.). Er ist Autor zahlreicher kritischer Sachbücher über Rüstungsexporte, Militär- und Wirtschaftspolitik, darunter internationale Bestseller. Grässlin wurde mit mehreren Preisen ausgezeichnet, unter anderem mit dem "Aachener Friedenspreis".

 
 

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Karin Zeger

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