An einigen Stellen im Parkhaus – wie hier – hat der Boden Löcher. Foto: Wegner

Salzrückstände fressen sich durch Zwischendecke und verursachen Löcher im Boden. Kosten höher als geplant.

Schramberg - Um weitere Korrosionsschäden durch Streusalz-Ablagerungen zu verhindern, muss die Zwischendecke im Parkhaus Stadtmitte dringend saniert werden.

Für die Fahrbahnreparatur hatten die Stadtwerke im Wirtschaftsplan 2014 zunächst 220 000 Euro eingeplant. Genauere Untersuchungen durch ein Ingenieurbüro ergaben jedoch eine stärkere Beeinträchtigung des Untergrunds als befürchtet. Der Chloridgehalt im Betonboden ist durch die starken Salzrückstände in den Wintermonaten deutlich erhöht. Die aktuelle Schätzung beläuft sich folglich auf rund 371 Euro, die nötig sind, um die Stahlbewehrung im oberen Parkdeck abzusichern und damit langfristig eine Gefahr für die Statik des Bodens zu verhindern.

Um den Grad der Korrosionsschäden zu ermitteln wurde an zahlreichen Stellen im Parkhaus Probebohrungen vorgenommen, aus denen in drei Tiefenstufen Betonmehl gezogen wurde. Zudem wurde an weiteren Bohrstellen die Zugfestigkeit des Estrichs geprüft. Im Ergebnis kommen die Fachleute nun zum Schluss, dass die Sanierung der Fahrbahndecke in der oberen Parkhaus-Etage nicht mehr lange aufgeschoben werden kann. Ein Stockwerk tiefer, im unteren Parkdeck stellt sich das statische Problem nicht, da der Boden dort keine Funktion als Zwischendecke hat.

Neben der Sanierung der Parkhausdecke war im Parkhaus zunächst auch noch die Erneuerung der Elektroinstallation samt Umstellung auf LED-Beleuchtung geplant. Dafür hatten die Stadtwerke einen Betrag von weiteren 270 000 Euro angesetzt. Laut vorliegender Kostenschätzung liegt dieses Gewerk sogar 11 000 Euro unter Plan. Für die Umstellung der Beleuchtung wurde bereits im Frühjahr ein Förderantrag gestellt, die Stadt rechnet allerdings erst im Herbst mit einer verbindlichen Zusage. Wegen der Mehrkosten bei der Bodensanierung schlägt die Verwaltung deshalb vor, in diesem Jahr den geplanten Investitionsrahmen von 490 000 Euro im Parkhaus nicht zu überschreiten und die Elektroinstallation auf das Frühjahr 2015 zu verschieben. Wenn nicht, müssten im Parkhaus 2014 insgesamt 630 000 Euro ausgegeben werden, 140 000 Euro über dem Limit. Der Gemeinderat soll am kommenden Donnerstag diese Fakten zur Kenntnis nehmen, die geplanten Maßnahmen für dieses Jahr zu akzeptieren und die Stadtwerke, wie geplant, mit der Fahrbahnsanierung zu beauftragen.