Es krankt an vielen Stellen in der Talstadt – beileibe nicht nur an der Oberndorfer Straße. Doch dort lautet das Motto mehr denn je: Wer kann, zieht weg. Wo sich einst Geschäft an Geschäft reihte, röhrt heute nur noch der Verkehr der Bundesstraße mitten durch die Stadt. Zudem lässt die Bausubstanz zu wünschen übrig. So ist es kein Wunder, dass dort fast nur noch sozial Schwache leben, denen keine andere Wahl bleibt. Stadtverwaltung und Gemeinderat sind gefordert, hier Konzepte zu entwickeln. Zuschüsse für Projekte gäbe es zuhauf, aber hier bedarf es konkreter Planungen, um diese abgreifen zu können. Der Niedergang der Talstadt hat sonst viele Gesichter: der Bedeutungsverlust von Junghans sowie geschlossene Läden und Restaurants. Zudem sind Krankenhaus, Kinos und Freibad weg. Ein neuer Schulcampus alleine kann die Talstadt nicht retten.