Warum sehe ich diesen Hinweis?

Sie sehen diesen Hinweis, weil Sie einen Adblocker eingeschaltet haben oder im privaten Modus surfen. Deaktivieren Sie diesen bitte für schwarzwaelder-bote.de, um unsere Artikel ohne diesen Hinweis lesen zu können.

Mehr zum Thema Adblocker / Privater Modus und wie Sie diesen deaktivieren, finden Sie, indem Sie auf deaktivieren klicken.

Deaktivieren

Schramberg OB-Kandidat Thomas Herzog ist Familie wichtig

Von
Anne und Thomas Herzog auf der Terrasse ihres Hauses auf dem Tischneck Foto: Fritsche

Schramberg - Die Identifikation und Verbundenheit mit seiner Heimatstadt und Region motivieren Thomas Herzog als Lokalpolitiker.

Am 7. Juli bewirbt sich Thomas Herzog um das Mandat, seine Arbeit fortzusetzen, die er vor acht Jahren begonnen hatte. Damals haben ihn die Bürger von Schramberg zum Oberbürgermeister der Stadt gewählt. Viele Projekte hat Herzog seither zusammen mit dem Gemeinderat und der Stadtverwaltung auf den Weg gebracht.

An seiner Motivation für das Amt hat sich nichts geändert. Wie heute war auch das Wahljahr 2011 eine bewegte Zeit gewesen. In Japan ereignete sich die Katastrophe von Fukushima, in Stuttgart löste Grün-Rot die CDU-geführte Landesregierung ab und Oberbürgermeister Herbert Zinell wurde zweiter Mann im Landesinnenministerium. Man habe damals an einem Sonntag mit Freunden zusammen gesessen und diskutiert, da sei sein Entschluss zur Kandidatur gereift, erinnert er sich.

Herzog war damals 34 Jahre alt, die Arbeit als Fachanwalt machte ihm zwar Spaß, andererseits wollte er "seiner Vaterstadt auch etwas zurückgeben". Nur in Schramberg habe er sich bewerben wollen, in keiner anderen Stadt. "Gemeinsam kann man etwas gestalten", beschreibt er die positive Seite seiner Arbeit, die auch ihre Schattenseiten hatte. "Ich musste acht Jahre lang auch mit Kritik leben", sagt er.

Rehe schauen im Garten vorbei

Auf dem Tischneck, oberhalb der Talstadt auf dem Bergrücken, wohnt und erholt sich Herzog, sammelt er Kraft: "Meine Frau und die Kinder, dass es uns als Familie gibt und dass wir alle gesund sind, das stärkt und erdet mich". Im in den 1960er-Jahren gebauten Nachbarhaus wohnen seine Eltern. Sein Vater hatte als Elektromeister bei Schweizer Electronic auf dem Sulgen gearbeitet, sein Großvater bei Junghans.

2008 wurde das in die Jahre gekommene großväterliche Haus, ein "Nebenerwerbshof", abgerissen und auf dem Grundstück das jetzige Heim errichtet. "In Gengenbach waren Grundstücke und Häuer nicht erschwinglich für uns", berichtet Herzog, der zuerst in Rottweil, dann in Offenburg als Fachanwalt gearbeitet hatte. Es wurde ein Haus, bei dessen Gestaltung auf Zweckmäßigkeit wert gelegt wurde, und in dessen Garten auch die Rehe kommen, was den Kinder gefällt. "Einiges haben wir auch selber daran gebaut". 2009 konnten die Herzogs einziehen.

Auch wenn der Neubau wie auch das Elternhaus auf der Gemarkung Schramberg liegen, orientiert man sich auf dem Tischneck wegen der Topografie in der Freizeit auch an Hardt (Zur Schulzeit ging Herzog mit dem Schulbus nach Schramberg in die Grundschule und später ins Gymnasium): Schon mit sechs Jahren spielte Herzog Fußball im FC Hardt. "Nachdem Abitur 1996 leider nur noch hobbymäßig", bedauert er. Mitglied war er auch im Handharmonikaclub "Schwarzwaldecho", angeregt vom Vorbild seiner großen Cousine. "Die musikalische Früherziehung habe ich an der Musikschule Schramberg genossen", erzählt er.

Paar lernt sich in Bayreuth kennen

Zu seinen Hobbys zählen Wandern, Gartenarbeit und Lesen: Historische und Fantasie-Romane, aber auch Thriller sind seine Lieblings-Genres, während seine Frau Anne Belletristik und philosophische Text bevorzugt.

Kennengelernt haben die beiden sich während des Studiums in Bayreuth, das Schicksal oder Zufall hatten sein Hand im Spiel: Thomas Herzog studierte dort ab 1996 Rechtswissenschaften mit der Zusatzausbildung als Wirtschaftsjurist. Anne machte Urlaub mit zwei Freundinnen in Bayern. So haben sie sich beide in Bayreuth kennengelernt.

Kinder wachsen zweisprachig auf

Anne studierte damals an der Universität Nantes Germanistik mit dem Schwerpunkt Deutsch als Fremdsprache und hat dort auch das Studium mit dem Magisterexamen erfolgreich abgeschlossen. "Eigentlich wollte ich Deutschlehrerin in Frankreich werden", erzählt sie. Anne stammt aus der Gegend von Nantes. Ihre Eltern leben dort und auch ihre zwei Schwestern. 2002 haben die beiden dann geheiratet. Beziehungssprache war schon am Beginn der Partnerschaft Französisch, nicht nur Deutsch.

Es zahlte sich aus, dass Thomas Französisch als zweite Fremdsprache am Gymnasium gehabt hatte. Während der Semesterferien im Studium hat er dann viel Zeit in Nantes bei seiner zukünftigen Frau verbracht, war sogar 2003 Justizreferendar in Paris gewesen. So liest er heute Thriller-Autoren wie Jean-Christophe Grangé und Franck Thilliez sogar im Original auf Französisch.

Mit den vier Kindern spricht Anne Französisch, sodass sie zweisprachig aufwachsen. Sie ist bewusst nach Deutschland gezogen: "Ich wollte, dass die gemeinsamen Kinder das deutsche Schulsystem genießen, und ich wollte die Kinder selbst betreuen können". Es sollte nicht so laufen, wie zu ihrer Au-pair-Zeit in der Schweiz: "Abends erzählte ich den Eltern, was die Kinder am Tag gemacht hatten". In Bayreuth hatte sie in einem Kindergarten gearbeitet, später in Rottweil auch noch die Ausbildung zur Tagesmutter beim Tagesmütter- und Elternverein Landkreis Rottweil gemacht.

"Wir sind stolz darauf, dass wir es geschafft haben, eine ganz normale Familie zu sein. Für die Kinder spielt es keine Rolle, was der Vater für eine Arbeit hat", bekräftigt Anne Herzog beim Pressetermin auf der Terrasse. An der Stelle meldet sich ein Kind, ruft aus dem Hausinnern. Thomas Herzog geht hinein, um ihm zu helfen. Auch er kümmert sich, wenn ein Kind etwas braucht, nicht nur die Mutter.

Weitere Informationen: ­www.herzog-thomas.de

Artikel bewerten
18
loading

Ihre Redaktion vor Ort Schramberg

Stephan Wegner

Fax: 07422 9493-18

Flirts & Singles

 
 

Angebot der Woche

Top 5

0

Kommentare

Artikel kommentieren

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.