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Schramberg Nun wird unterm Wald gespült

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"Wie beim Autobahnbau", meint eine Anliegerin im Gespräch mit unserer Zeitung. Die Humusschicht auf dieser Breite zu entfernen, sei bei solchen Maßnahmen im Außenbereich aber gängig und nach einem Jahr nicht mehr zu sehen, beruhigt Konrad Ginter von der Stadt. Fotos: Dold Foto: Schwarzwälder Bote

Seit drei Wochen laufen die Kanalbauarbeiten für die abwassertechnische Erschließung des Gebiets Hutneck im Stadtteil Sulgen – und mit den Kanalarbeiten einhergehend die Verlegung der Leerrohre für das Breitband. Das ist deutlich zu sehen.

Schramberg-Sulgen. "Verrückt, es sieht teils aus als bauen sie dort eine Autobahn", ist eine Aussage, die eine Anliegerin des Gebiets Hutneck vergangene Woche unserer Redaktion gegenüber am Telefon getätigt hat.

Anschluss an Bestandskanal

Dass die Baustelle teilweise etwas "mächtig" wirkt, gibt Konrad Ginter von der städtischen Tiefbauabteilung zu. Auf 300 Metern Länge und 15 Metern Breite die obere Humusschicht zu entfernen, sei aber bei solchen Maßnahmen im Außenbereich aber durchaus Usus. "Nach spätestens einem Jahr sieht man an der Grasnarbe nichts mehr", betont Ginter.

Begonnen hatte die Firma Bantle aus Bösingen im Bereich des Oberen Kirnbach mit dem Anschluss an den Bestandskanal. "Von Kirnbach unten her bis unterhalb des Waldes sind wir mit den Arbeiten fertig", beschreibt Ginter den aktuellen arbeitsstand. Nun kämen zu den beiden Tiefbau-Kolonnen der Firma Bantle – eine Arbeitet oberirdisch in Richtung Hardt, eine in Richtung Sulgen – noch die Arbeiter der Firma Leonhard Weiss aus Göppingen hinzu, die die Spülbohrung durch den Hang den Wald hinunter übernimmt.

Die Kosten für den Kanalbau (Firma Bantle etwa 808 000 Euro; Firma Leonhard Weiss etwa 149 000 Euro) werden wie berichtet mit 672 000 Euro (entsprechend dem Ansatz von 56,3 Prozent der förderfähigen Kosten) gefördert.

Parallel zu den Kanalarbeiten werden zudem die Leerrohre für den Breitbandausbau gelegt (Bantle etwa 73 000 Euro; Leonhard Weiss etwa 28 000 Euro). Der Förderbescheid für diese Maßnahme liege noch nicht vor, wie Konrad Ginter auf Nachfrage unserer Zeitung erklärt. "Ein Baubeginn oder eine Auftragsvergabe ohne Bescheid ist natürlich eigentlich förderschädlich", sagt Ginter. "Uns liegt für die Maßnahme aber schon lange eine sogenannte ›Unbedenklichkeitsbescheinigung für vorzeitigen Vorhabenbeginn‹ vor, sodass wir mit der Leerrohrverlegung parallel trotzdem starten konnten." Zudem habe das Ministerium für Soziales und Integration bereits verlauten lassen, dass dieses Jahr alle beantragten Maßnahmen dieser Art auch gefördert würden. Eine genaue Fördersumme kann dabei noch nicht genannt werden: "Die Mitverlegungspauschale vom Land wird dabei die Kosten der Verlegung decken", erklärt Ginter.

Gesamtmaßnahme dauert bis Ende 2021

Zudem verkabeln die Stadtwerke, wie die Stadt bereits im August mitteilte, die bisherige Hochspannungsleitung unterirdisch. Die aufwendige Gesamtmaßnahme dauert voraussichtlich bis Jahresende 2021. Für Rückfragen steht bei der Stadtverwaltung der Fachbereich Umwelt und Technik unter Telefon 07422/202 98 zur Verfügung.

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