Daniel Aichele Schritt für Schritt auf dem Weg der Besserung: Nun wollen Vereinskameraden ihm unter die Arme greifen. Foto: Gerd Haller

Mit einem Benefizspiel will die SpVg 08 dem verunglückten Kameraden Daniel Aichele helfen.

Schramberg - Weil er nicht mehr kicken kann, tun es seine Vereinskollegen für ihn: Mit einem Benefizspiel für den verunglückten Fußballkameraden Daniel Aichele will die Spielvereinigung 08 Schramberg ihm und seiner Familie unter die Arme greifen.

Für einen guten Zweck spielt die Landesligamannschaft der Spvgg 08 Schramberg gegen den Verbandsligisten FC Singen. Damit will der Verein seinem ehemaligen Fußballkameraden, Spieler und Trainer Daniel Aichele und seinen Eltern eine kleine Unterstützung geben auf dem Weg zurück in einen geordneten Lebensalltag. Seit seinem schweren Verkehrsunfall im November vorigen Jahres ist er in rehabilitorischer Behandlung.

Gerne streifte Daniel Aichele das schwarz-gelbe Trikot über, das er bereits im zarten Alter von vier Jahren mit mächtigem Stolz trug. Er wurde geradezu in die Spielvereinigung hineingeboren, spielte sein Vater Josef doch mehr als dreißig Jahre für die Nullacht, darunter einige Zeit in der Ersten Mannschaft. Der Fußball begleitete ihn von morgens bis abends, so seine Mutter Silke rückblickend. Denn die Freude am runden Leder beschränkte sich keineswegs nur auf seine Aktivitäten auf dem Spielfeld. Kaum der Nullacht-Jugend entwachsen, übernahm Daniel das Amt eines C-Juniorinnen-Trainers, das ihn früh Verantwortung spüren ließ und das ihm Stetigkeit abverlangte, die ihn auch auf beruflichem Feld nach vorne brachte. Trotz abgeschlossener Schreinerlehre erkannte er schnell seine wirkliche Vorliebe für den Werkstoff Metall, und nahm im Herbst 2008 eine zweite Ausbildung, die zum Zerspanungsmechaniker, auf.

In dreimonatiges Koma gefallen

Wie abrupt wohlgefügte Lebenslinien zerschnitten werden können, erfuhr die Familie Aichele in schmerzlicher Weise. Nach einem bis heute nicht geklärten Verkehrsunfall, bei dem Daniel Aichele ein Schädel-Hirn-Trauma erlitt und in ein dreimonatiges Koma fiel, musste er Selbstverständliches teilweise wieder erlernen. Nun kam es wieder zum Vorschein – das Durchhalten und der Wille zum Positiven und Besseren, erlernt an den Anforderungen des Fußballsports. Im Neurologischen Rehabilitationszentrum in Gailingen wurde umgehend mit der notwendigen therapeutischen Behandlung begonnen, die recht früh Erfolge zeigte. Eine wesentliche Stütze war in diesen Wochen auch seine Freundin.