Stärken und Schwächen überprüften die Teilnehmer in fünf Handlungsfelder zur Entwicklung Tennenbronns. Foto: Ziechaus Foto: Schwarzwälder-Bote

OB: In neun Jahren aber einiges geschafft / Dorfentwicklung Tennenbronn geht weiter

Von Christoph Ziechaus

Schramberg-Tennenbronn. "Veränderungen werden wahrgenommen", aber auch Defizite erkannt und benannt, resümierten die Moderatoren bei der Auftaktveranstaltung für das Entwicklungskonzept Tennenbronn.

Im Foyer der Schule waren auf Tafeln die Stärken und Schwächen der Gemeinde aufgelistet, die vor neun Jahren bei der Zukunftswerkstatt genannt worden waren. Nun konnten die Teilnehmer zum Auftakt beurteilen und mit Klebepunkten markieren, was sich in fünf Bereichen geändert hat. Im Handlungsfeld Vereine, Sport und Kultur waren einige Schwächen raus gefallen, wie die Bezuschussung von Vereinsarbeit und die Sanierung im Freibad. Dagegen fehle ein Café oder eine Begegnungsstätte; das VHS-Angebot und die Ferienbetreuung könnten ausgebaut werden. Für den Bereich Landwirtschaft und Tourismus werden Landschaft und Ferien auf dem Bauernhof gelobt, verbessert werden könnten die Direktvermarktung, die Pflege der Landschaft und des Dorfweihers. Ein Fuß- und Radweg durchs Bernecktal fehle, ebenso ein Grillplatz und ein Aussichtsturm.

Bei Mobilität und technischer Versorgung wurden das schlechte ÖPNV-Angebot am Wochenende und die vielen Handy-Funklöcher kritisiert. Gegensätzliche Meinungen gibt es zum Ausbau alternativer Energien.

Im Handlungsfeld Wirtschaft und Handel werden Grundversorgung, das Angebot an Handwerk und Ausbildungsplätzen als gut empfunden; Bau- und Gewerbegebiete fehlen, ebenso die Nachnutzung von Leerständen. Das wird auch für den Bereich Bauen und Wohnen bemängelt; es gebe zu wenig Geschosswohnungen und Angebote für Tagespflege und es fehle ein Pflegeheim. Der Wunsch nach einer neuen Festhalle wurde mehrfach bekräftigt.

In den vergangenen neun Jahren sei einiges geschafft worden, es bleibe aber noch manches zu tun, empfahl Oberbürgermeister Thomas Herzog den Tennenbronnern die Teilnahme an der Planungswerkstatt am Samstag, 9. Mai von 10 bis 17 Uhr in der Schule. Dabei sollen in thematischen Arbeitsgruppen Ideen zur Ortsentwicklung und Entwicklungsziele ausgearbeitet, Projektideen und Schritte zu ihrer Umsetzung konkretisiert werden.

Diese Ergebnisse fließen in das Entwicklungskonzept ein, über das im Juni von Ortschaftsrat und Gemeinderat abgestimmt werden soll. Nach einer öffentlichen Vorstellung im Juli soll der Gemeinderat das Konzept beschließen und für das ELR-Förderprogramm des Landes einreichen.

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