"Hat Schramberg einen neuen Schokobrunnen?" So ist am Dienstag in diversen sozialen Netzen und Whatsapp-Gruppen gescherzt worden – der Grund: Die ungewöhnliche Braunfärbung des Wassers im Hirschbrunnen. "Schön wär’s", so die Antwort mit einem Augenzwinkern von der städtischen Pressesprecherin Susanne Gorgs-Mager auf Nachfrage unserer Zeitung. Die Erklärung sei aber "relativ einfach", fährt sie fort: "Grund ist eine Bohrung für eine Stromtrasse von der Windkraftanlage Windkapf Tennenbronn zum Umspannwerk in der Schiltachstraße. Die Bohrstrecke von etwa 130 Metern Länge führt von der Hohenschramberg zum Holzabfuhrweg am Schlossberg. Gebohrt wird mit dem Dicht- und Schmiermittel Bentonit. Dies ist eine fein gemahlene, natürliche Ton-Masse, die auch im Teich- und Wasserbau verwendet wird und gesundheitlich unbedenklich ist", erklärt Gorgs-Mager. Die Bohrtrasse verlaufe durch den Quellhorizont der Schlossbergquelle, die auch den Hirschbrunnen speist. Die Trübung werde durch die Tonmineralien des Bentonits verursacht. "Diese Woche wird die Trasse fertiggestellt und dann wird auch die Trübung wieder komplett verschwinden", schließt die Stadtsprecherin ihre Ausführungen. Foto: Riesterer