Sie wissen, wo’s lang geht: Stadtbrandmeister Werner Storz (links) und Abteilungskommandant Hubert Roming auf dem Grundstück für das neue Sulgener Feuerwehrhaus. Foto: Plan: Rehm/Foto: Wegner

Im Neubau wird die zentrale Werkstatt des Landkreis Rottweil integriert. Kosten für das Projekt liegen bei 3,2 Millionen Euro.

Schramberg - Mit dem neuen Feuerwehrhaus in Sulgen soll auch die Zentrale Feuerwehrwerkstatt des Landkreises Rottweil im Wittumgelände Einzug halten. Die Kostenrechnung wird allerdings von der Zeit etwas überholt. Als Beitrag zum Neubau hat der Landkreis bislang einen Festbetrag über 320.000 Euro für die Werkstatteinrichtung zugesagt. Der Hochbau für die Sulgener Feuerwehr wurde 2012 zuletzt noch mit insgesamt 2,8 Millionen Euro veranschlagt, von denen 2,6 Millionen Euro auf die beiden kommenden Jahre verteilt werden sollten. Weitere 92.000 Euro sind für den Bau einer Stichstraße veranschlagt.

Nach einer aktuellen Kostenschätzung von den Oktober betragen mittlerweile die Gesamtkosten für das Projekt 3,2 Millionen Euro. Während beim Feuerwehrgerätehaus an sich die Kostensteigerung von brutto 368 000 Euro eher gemäßigt ausfällt, kommen auf die Zentrale Werkstatt jetzt immerhin Kosten von brutto 602.000 Euro.

Diese Zuwächse ergeben sich laut Auskunft des planenden Architekten Claus Rehm aus einer allgemeinen Fortschreibung der Kosten auf die Baujahre 2014 und 2015, aber auch bei den technischen Anlagen. Die Verwaltung gibt außerdem zu bedenken, dass der bisherige Aufwand für den umbauten Raum anhand des Referenzobjekts in Hornberg errechnet wurde. Die tatsächlichen Kosten seien nun in konkreten Gewerken und aktuellen Erfordernissen nach Feuerwehr-DIN und Wärmeschutz erhoben worden. Die technische Ausstattung sei außerdem nicht mit dem Hornberger Projekt vergleichbar, weil sie hier an die örtlichen Gegebenheiten angepasst werden müsse. Außerdem seien wegen der großen versiegelten Flächen in Sulgen noch Maßnahmen zur Regenwasserrückhaltung erforderlich geworden.

Im Investitionsprogramm der Stadt sind für die Jahre 2013 bis 2015 2,3 Millionen Euro für das Feuerwehrhaus und 460.000 Euro für die Zentrale Werkstatt eingeplant, insgesamt also 2,8 Millionen Euro. Für das Feuerwehrhaus müssen also 280.000 Euro zusätzlich bereit gestellt werden, während die Werkstatt mit 142.000 Euro mehr zu Buche schlägt. Der Festzuschuss des Kreises in Höhe von 320 000 Euro verteilt sich bislang zwischen 2013 und 2018 auf vier unterschiedlich hohe Raten.

Die Stadt als Bauherrin hat nun eine Vereinbarung ausgearbeitet, deren Kernpunkt es ist, dass der Kreis Miteigentum an dem Projekt erwirbt, da es auch allen Feuerwehren des Kreises zu Gute kommt. Wobei der zusätzliche Aufwand für die Werkstatt über die Einnahmen wieder an die Stadt zurückfließen soll. Wenn alle politischen Gremien auf kommunaler und Kreisebene zustimmen, müssten im Haushalt ab 2014 insgesamt 3,3 Millionen Euro brutto eingestellt werden. Auf die Stadt entfielen davon 2,6 Millionen für den Hochbau und 92 000 Euro für den Tiefbau, während der Anteil des Kreises bei 602.000 Euro läge. Zusätzlich zu finanzieren wären 2014 Mehrausgaben von 422.000 Euro, davon 280.000 bei der Stadt und 142.000 Euro beim Kreis.

Unmittelbar nach den Haushaltsplanberatungen für 2014 sollen die Ausschreibungen für das Projekt beginnen. Der Weg dafür ist definitiv frei, sofern der Gemeinderat die zusätzlichen Haushaltsmittel genehmigt und der Kreis dem Neubau der Werkstatt zustimmt und die Kosten dafür übernimmt.