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Schramberg Neuer Trog für den Etterbrunnen

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2,40 Meter lang und 80 Zentimeter breit ist der Trog des Etterbrunnens an der Straßeneinmündung Hohlgasse/Lindenstraße in Sulgen, der am Dienstag ersetzt wurde. Der rund zehn Jahre alte vorige Steinbrunnen war in der Silvesternacht 2018/19 vermutlich durch einen illegalen Böller gesprengt worden. Foto: Wegner

Schramberg-Sulgen - Ein wahrscheinlich illegaler Böller hatte zum Jahreswechsel den Etterbrunnen in Sulgen gesprengt. Wie der defekte Trog jetzt ersetzt wird, lesen Sie in unserem (SB+)-Artikel.

Es muss eine gewaltige Druckwelle gewesen sein, die zum Jahreswechsel 2018/19 den massiven Granittrog des Sulgener Etterbrunnens in zwei Teile riss. Zwar konnte dieser in der Zwischenzeit mit aufgeklebten Platten so repariert werden, dass der Trog wieder das Wasser halten konnte, jetzt aber wurde der schadhafte Stein durch einen neuen ersetzt. 2010 war der frühere Betonbrunnen durch den jetzt zerstörten Granitstein ersetzt worden.

Millimetergenau hoben Oliver Hauser und Ivan Pravduk von der Fridinger Firma Schnell, die auch den Mohrenbrunnen in Schramberg vor wenigen Jahren saniert hatte, mit dem Kran den neuen Trog an die Stelle, an der sich zuvor noch der gesprengte Stein befunden hatte.

Stadt legte Wert auf Stein aus Deutschland

Gefertigt ist der neue Etterbrunnen aus Hintertissener Granit. Damit unterscheidet er sich nur leicht vom bisherigen Trog und dem Brunnenstock. Erneut den gleichen Stein zu finden sei extrem schwierig, sagt auch Karlheinz Mauch vom städtischen Bauhof – vor allem in der erforderlichen Größe, ergänzt Oliver Hauser. Da die Stadt Wert darauf gelegt habe, einen deutschen Stein zu verwenden, sei man auf den bayrischen Granit gekommen. Das bisherige Material sei quasi einst als "Bausatz" aus Portugal erworben worden.

Ganz von Hand, so wie früher, habe der neue Brunnentrog nicht hergestellt werden müssen, verrät Hauser, mittlerweile seien hierzu auch CNC-gesteuerte Fräsen im Einsatz. Ganz ohne Muskelkraft gehe es aber doch nicht: Nach dem Fräsen werde der harte Granitstein handwerklich nachbearbeitet.

Wasser sprudelt wieder munter

Um das Ensemble möglichst optisch gleich aussehen zu lassen, wurden die bisherigen Umweltspuren und die Algen am Brunnenstock mit einem Niederdruckstrahlverfahren mit Korund beseitigt.

Erfreut zeigten sich gleich mehrere Anwohner darüber, dass die Stadt – wenn auch verzögert –­ ihr Versprechen vom vergangenen Jahr einhalte und es einen neuen Trog gebe – und auch das Wasser nach einer Initiative von Stadtrat Jürgen Reuter wieder munter sprudle.

Die Kosten beziffert die Stadt mit rund 12.000 Euro.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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