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Schramberg Melvin beklagt Fehlentwicklung in der Stadt

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Schramberg (czh). Mit der traditionsgemäßen Weiterführung und Erhaltung des Schramberger Narrenbrauchtums seien die Ziele der Narrenzunft klar und unmissverständlich definiert, wurde in der Hauptversammlung der Narrenzunft Schramberg am Montag deutlich. Zielorientiertes Arbeiten vermisste der Zunftmeister Michael Melvin auf kommunalpolitischer Ebene "schon länger und immer schmerzlicher".

Der Verlust des Schwimmbads in der Talstadt und des Krankenhauses seien schwere kommunalpolitische Fehler, die "unserem Selbstbewusstsein immensen Schaden zugefügt" haben. Dazu kämen noch neidbeflügelte Diskussionen, wer für welchen Ortsteil wie viel Geld aus den städtischen Töpfen bekomme. Gemeinsame Ziele blieben irgendwo auf der Strecke im Bernecktal oder auf der Landstraße nach Waldmössingen.

Das Miteinander funktioniere nicht, so lange "wir uns nicht als Schicksalsgemeinschaft in unserer Kommune begreifen."

Als Bürger könne man sich nicht des Eindrucks entziehen, dass die Entscheidungsträger mit den Füßen im Matsch stehen, aber ihren Kopf im Himmel der Visionen sonnen. Michael Melvin sah das besonders deutlich bei den zig Millionenprojekten, wie Zweirichtungsverkehr im Tunnel, der Stadtumfahrung, dem Stadtumbau 2030, der Ruine des Krankenhauses, der Festhalle in Tennenbronn, der Umfahrung Sulgen, der Erschließung Schießäcker und dem neuen Schulcampus. Da stellten sich der Hoorig Katz nicht nur die Nackenhaare.

Aus Sicht der Zunft fehlten in der Talstadt "schlicht und einfach rund 500 junge Familien mit Kindern." Sie wären eine Bereicherung für die Kernstadt, für Vereine, Gastronomie und Einzelhandel und der Wendepunkt hin zu einer gut funktionierenden Migrationspolitik.

Junge Familien, so Melvin, brauchten passenden Wohnraum, den zu schaffen ein sinnstiftendes Ziel der Kommunalpolitik wäre. Selbst eine Debatte darüber verschlafe man seit vielen Jahrzehnten.

Ohne junge Familien fehle es an Engagement und Lebendigkeit, auch an Unterstützung für städtische und bürgerschaftliche Projekte. Ein sicheres Zeichen für die Fehlentwicklung sei es, dass für das Stadtfest im kommenden Jahr (bisher) nur 30 Anmeldungen von Vereinen vorlägen. "Könnte es auch an unserem Wohlstand liegen, dass wir trotz voller Kassen kommunalpolitisch nichts mehr leisten können, und dass sich die Lebensqualität aller Einwohner gleichermaßen steigert?", war eine der Überlegungen.

Mit dem ersten Narrenmarsch in der neuen Saison gelang der Stadtmusik die Wende zu einem optimistischen und fröhlichen Ausblick, zumindest bis zum Aschermittwoch.

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Stephan Wegner

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