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Schramberg Kommt die Beschwerde gegen Windpark?

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Windkraftanlagen brauchen viel Platz im Wald: Hier das Fundament einer 2016 im Schwarzenbach gebauten Anlage. Archivfoto: Fritsche Foto: Schwarzwälder Bote

Ein Windkraftexperte will vom RegierWungspräsidium Freiburg das Genehmigungsverfahren für den Windpark Falkenhöhe überprüfen lassen.

Schramberg-Tennenbronn/Lauterbach. Im Juni hat das Landratsamt Rottweil die "immissionsschutzrechtliche Genehmigung" für die Errichtung und den Betrieb des "Windpark Falkenhöhe" erteilt. Antragsteller war die Windkraft Schonach GmbH, die die Anlage auch als Bauherr realisieren will.

Im Vorfeld des Genehmigungsverfahrens hatten sich Anwohner besorgt geäußert. Hildegard und Hans-Werner Münch auf dem Hilsenbühl zum Beispiel sorgten sich um ihre Quelle für die Eigenwasserversorgung, deren Fassung 300 Meter von der geplanten Anlage entfernt liegt. Auf der anderen Seite des Höhenkamms auf dem Windkapf hatten die Betreiber des Gasthauses "Deutscher Jäger" Angst um die Nachtruhe ihrer Gäste durch das Rauschen der dortigen Anlagen (wir berichteten).

Der Mainzer Diplombiologe Olaf Kiffel hatte im August 2018 sogar zwei umfangreiche "Stellungnahmen und Einwendungen" gegen die Errichtung und den Betrieb der Windkraftanlagen beim Landratsamt Rottweil eingereicht. Zum einen zu den Schutzgütern "Boden, Wasser, Schall und optische Bedrängung", zum anderen zum Artenschutz von Rotmilan, Wespenbussard, Auerhuhn und Fledermäusen.

Darin kam Kiffel zu dem Ergebnis, dass "Risiken für Artenschutz, rechtliche Schutzobjekte und Schutzgüter einerseits unberechtigt abgeleugnet wurden, andererseits gar nicht oder nicht zutreffende ermittelt wurden". Selbst von den Gutachtern des Antragstellers zutreffend ermittelte Beeinträchtigungen (optische Bedrängung, Eigenwasserversorgung) seien durch Übergehen in den Hintergrund gedrängt worden.

Kiffel lässt auch kein gutes Haar an der "artenschutzrechtlichen Prüfung", erstellt vom Planungsund Forschungsbüro Bioplan Bühl im Auftrag der Windkraft Schonach GmbH: "Die Gutachten sind aufgrund unzureichender Grundlagenermittlung, handwerklicher Fehler, Irrtümer, Abweichungen von verpflichtenden methodischen Standards und häufig der Fachmeinung, irriger Bewertungen und überwiegend fehlender oder irreführender Dokumentation nicht prüffähig beziehungsweise nicht verwendbar."

Landratsamt ist zufriedengestellt und genehmigt Projekt

Kiffel sei dann allerdings, so ein Beamter des Landratsamts, zum Erörterungstermin der Einwände am 28. März im Landratsamt Rottweil nicht erschienen. Aus dem Ergebnisprotokoll zum Erörterungstermin ist allerdings ersichtlich, das man sich dort auch mit Kiffels Einwendungen eingehend beschäftigt hat: Die Windkraft Schonach GmbH gab eine umfangreiche Stellungnahme zu seinen Teileinwendungen zu den Schutzgütern (Wasser, Boden usw.) ab. Und Bioplan Bühl sowie der Biologe Peter Endl gaben eine Stellungnahme zu Kiffels Teileinwendung zum Artenschutz ab. Offensichtlich stellten sie das Landratsamt zufrieden und es genehmigte schließlich das Projekt.

Kiffel lässt aber nicht locker. Er hat jetzt angekündigt, dass er beim zuständigen Regierungspräsidium Freiburg Beschwerde gegen die Genehmigung einlegen und eine Überprüfung des Verfahrens fordern will.

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