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Schramberg Kirchenkonzert mit einer Überraschung

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Den ersten Auftritt mit dem Musikverein "Harmonie" liefert der zwölfjährige Arne Waldvogel mit dem Trommelsolo von "Little Drummer Boy" vor begeistertem Publikum ab. Foto: Schwarzwälder Bote

"110 Jahre und kein bisschen leiser", ist nicht das Motto des Musikvereins Harmonie Tennenbronn – sondern Musik zu bieten, die in die Adventszeit und den Kirchenraum passt.

Schramberg-Tennenbronn. Zum Ende des Konzerts hatte die Harmonie noch eine besondere Überraschung parat: Der zwölfjährige Arne Waldvogel spielte den Trommelmann "Little Drummer Boy" mit größtmöglicher Perfektion auf der kleinen Trommel. Damit alle Besucher ihn sehen konnten, hob Dirigent Thomas Wössner den Jungen in die Höhe, damit er sah, welche Begeisterung das Publikum ihm entgegenbrachte.

Seit Jahren führt Ewald Staiger bei den Konzerten der Harmonie durch das Programm. Mit knappen Sätzen gibt er Interessantes zu Komponisten und Solisten bekannt. Natürlich durfte die Kurzbeschreibung des zu spielenden Stückes auch diesmal nicht verborgen bleiben.

Thomas Wössner setzt den ersten Akzent

Den ersten Akzent setzte Dirigent Thomas Wössner mit "With Clouds Descending", auf Deutsch "Mit absteigenden Wolken". Das Musikstück präsentierte sich als Fantasie über die Choral-Hymne "Helmsey" mit demselben Titel. Eindrucksvoll leitete Wössner das Klangbild des Orchesters und setzte ausdrucksstarke Schwerpunkte. Fanfarengleich kam das Orchester dem Schlussakkord näher. Ein leichter Nachhall im Gotteshaus der katholischen Kirchengemeinde ließ den letzten Ton ausklingen.

Anlässlich des Advents gehört es zum guten Stil des Musikvereins Harmonie Tennenbronn, zumindest einen Titel von Johann Sebastian Bach im Programm zu haben. Die Melodie, so Ewald Staiger, habe Bach "gecovert", denn diese stamme von Johann Rist aus dessen Kollektion "Himmlische Lieder" aus dem Jahr 1642. Irgendwie würden Momente zu Bachs "Air" spürbar. Getragen, Ruhe ausströmend könnten die Besucher dieses Werk genießen.

Solistisch sind die Musiker der "Harmonie" auf der Höhe der Zeit. Sie ließen als Klarinetten-Ensemble in der Besetzung mit Carina Grießhaber, Michael Peter, Monika Kaltenbacher, Sandra Weisser, Luzia Staiger und Thomas Wössner Mozarts "Serenade" zum Hörgenuss werden. Melodisch weiter ging es mit "Agosto" aus der Feder von Jacob de Haan. In Dur- und Molltonarten interpretiert, hatte Thomas Wälde den Solopart am Tenorhorn übernommen.

Ansätze von Klezmer-Musik – mit dem damit verbundenen Reiz der Klarinette – erzeugte der vierte Satz "Hora" aus der "Fifth Suite For Band", einem Werk, das mit Tänzen aus Amerika, Frankreich und Japan aufwartete. Gespielt wurde ein Tanz aus Rumänien und Israel. Solistisch an der Klarinette war Michael Peter zu hören.

Was wäre Weihnachten ohne "Let it Snow"? Diese Frage beantwortete souverän das Brass-Quintett der "Harmonie" mit Regina Eschle an der Posaune, Philipp Grieshaber spielte das Horn, Tobias Weisser die Tuba und der Trompetenpart lag bei Anna Grießhaber und Ewald Staiger. Das zeitlose Arrangement war allzu schnell beendet. Mit "Macht hoch die Tür" wurde die adventliche Stimmung gemeinsam besungen.

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