Warum sehe ich diesen Hinweis?

Sie sehen diesen Hinweis, weil Sie einen Adblocker eingeschaltet haben oder im privaten Modus surfen. Deaktivieren Sie diesen bitte für schwarzwaelder-bote.de, um unsere Artikel ohne diesen Hinweis lesen zu können.

Mehr zum Thema Adblocker / Privater Modus und wie Sie diesen deaktivieren, finden Sie, indem Sie auf deaktivieren klicken.

Deaktivieren

Schramberg Hohes Interesse an Zeitzeugen

Von
Zuhörer aller Altersklassen lauschen den Erzählungen Walter Mompers über die Wendezeit. Foto: Ziechaus Foto: Schwarzwälder Bote

Den roten Schal hatte Walter Momper (SPD) bei seinem Vortrag über den Mauerfall 1989 in der Mensa im Gymnasium Schramberg im Auto gelassen.

Schramberg (czh). Der damals regierende Bürgermeister von Berlin wurde von seinen Parteifreunden Herbert O. Zinell und Mirko Witkowsi trotzdem erkannt und begrüßt. Eingeladen hatten zu der Veranstaltung der SPD-Kreisverband Rottweil, das Stadtmuseum Schramberg, das Stadtarchiv Schramberg sowie die Volkshochschule Schramberg.

Auch Oberbürgermeisterin Dorothee Eisenlohr freute sich, mehr über die Tage der Maueröffnung vor 30 Jahren aus erster Hand zu erfahren. Offenbar erhofften das auch die vielen Zuhörer aus allen Altersgruppen, für die immer wieder die Reihen um neue Stühle erweitert wurden. Und Walter Momper konnte diese Erwartungen ganz ohne Sensationen erfüllen.

Er habe erstmals bei Gesprächen im Osten der Stadt Ende August gespürt, dass große Veränderungen bevorstanden, beantwortete er eine Frage aus dem Publikum. Aber "wir wussten nicht, dass die Grenze so schnell und so weit aufgeht". Ende Oktober sei in einem Treffen mit SED-Funktionären von wichtigen Änderungen bei der Reisefreiheit und möglichen Besuchen in Westberlin gesprochen worden. Einen ständigen Austausch gab es mit den Kommandeuren der Alliierten, die zum ruhigen Abwarten rieten.

Dass dann die Öffnung der Grenzen am 9. November 1989 "unverzüglich" erfolgte, war nicht nur für die Grenzsoldaten überraschend. In Behörden, bei Post und Banken mussten Zahlstellen für die 100 Mark Begrüßungsgeld eingerichtet werden. Mit einem Flugzeug der Amerikaner wurden über Nacht mehrere "Tonnen Frischgeld" eingeflogen. Die Leute im Osten hätten die Reisefreiheit selbst in die Hand genommen und seien mit dem Trabi einfach losgefahren.

Als der damalige Bundeskanzler Helmut Kohl (CDU) in Dresden "blühende Landschaften" versprach, habe er den Fehler gemacht, den Menschen nicht zu sagen, dass sie die selbst schaffen müssten. u Dritte Seite

Artikel bewerten
3
loading

Ihre Redaktion vor Ort Schramberg

Stephan Wegner

Fax: 07422 9493-18

Flirts & Singles

 
 
0

Kommentare

Artikel kommentieren

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.