So sieht eine Variante des behindertengerechten Aufgangs am hinteren Rathausplatz aus. Der Baukörper im Hintergrund auf dieser Animation ist lediglich Fiktion. Plan: Factorgrün Foto: Schwarzwälder-Bote

Dickere Beläge, ein Bodenaustausch, eine aufwendigere Technik und die Verlagerung von Steuerkästen als Ursache

Von Stephan Wegner

 

Schramberg. Mehrkosten von rund 75 000 Euro nahm der Ausschuss für Umwelt und Technik für die Platzgestaltung der "Neuen Mitte" in der Schramberger Talstadt zur Kenntnis. Insgesamt liegen die Kosten jetzt bei 1,785 Millionen Euro.

Endgültig entscheiden muss allerdings noch der Gemeinderat.

Stadtarchitekt Andreas Krause erläuterte den Mitgliedern des Gremiums, dass bei Plattendruckversuchen festgestellt worden sei, dass der Untergrund nicht überall so beschaffen sei, dass man ohne Bodenaustausch auskomme. Diese Maßnahme sah auch Rudolf Aberle (Freie Liste) als wichtig an: "Der Untergrund ist das A und O", sagte Aberle aus eigener Erfahrung, dies sei auch wichtiger, als später dickere Steine oben drauf zu legen. Denn auch diese Maßnahme war vom Gutachter empfohlen worden, um keine Probleme mit schwereren Lastwagen zu bekommen. 18 bis 20 Zentimeter sei bei den großflächigen Platten empfohlen worden, berichtete Krause, doch auch er gehe davon aus, dass 16 Zentimeter Dicke ausreichen müsste, das sei "das obere Level". Und wenn man nicht alle Platten in dieser Dicke ausführe, sondern nur die im möglichen Fahrbereich könne weiter gespart werden, so Krause. Helmut Banholzer (CDU) hatte sich gewundert, dass eine höhere Plattendicke nicht schon früher eingeplant worden sei, wenn sie denn erforderlich sei.

Angepasst werden muss auf dem Platz auch vor dem Haus Oberndorfer Straße 1. Entweder müsse der Plattenbelag durchgängig gestaltet werden oder im Bereich des Eingangs versenkt werden. Als Alternative schlug Krause vor seinen Streifen von vier bis fünf Metern vor dem Gebäude abzutrennen, so dass dort Tische und Stühle aufgestellt werden könnten, falls sich eine Gastronomie ansiedle. "Dies wäre eine saubere Trennung, um später entsprechend abschließen zu können", dachte Krause schon weiter an einen später möglichen Ersatzbau für das Gebäude Oberndorfer Straße 1.

Die Schaltkästen der Strom- und Telekommunikationsversorgung sollen künftig neben dem Gebäude Oberndorfer Straße 1 ihren Platz finden.

Die Fontänen sollen so gestaltet werden, dass sie getrennt geschaltet werden können, informierte Krause, so dass beispielsweise beim Markt am Samstag keiner nass wird.

Bei den Anschlüssen, auch dort hatte Banholzer nachgefragt, komme die teurere Variante zum Tragen, weil künftig dann weniger Personal erforderlich sei. Die Anschlüsse würden mit dem Deckel der Versorgungsschächte hochgeklappt, damit dies leicht zu handhaben sei, sei eine Gasdruckfeder eingebaut, informierte Planer Jürgen Pfaff von factorgrün.