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Schramberg Heimathaus: Eine Idee wird Wirklichkeit

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Die Projektgruppe Tennenbronner Heimathaus im Eröffnungsjahr 2010: (erste Reihe, von links) Fritz Wöhrle, Hermann Stockhaus, Maria Fleig und Sabine Grimig-Haga; zweite Reihe: Robert Hermann, Alois Moosmann, Ernst Grießhaber, Edwin Klausmann und Josef Broghammer; dritte Reihe: Martin Grießhaber, Gotthard Haas, Dieter Moosmann und Alfred Kunz. Nicht auf dem Foto: Klaus Köser, Karl-Heinz Moosmann, Gerhard Dein und Günter Buchholz. Fotos: Heimathaus Foto: Schwarzwälder Bote

Fast auf den Tag genau vor zehn Jahren wurde das Tennenbronner Heimathaus eröffnet.

Schramberg-Tennenbronn. Eigentlich sollte dieses kleine Jubiläum laut Mitteilung mit einer Sonderausstellung und einem Fest rund um das Heimathaus im September gefeiert werden. Durch die Corona-Pandemie war dies nicht möglich. Deshalb soll in einer kleinen Artikelfolge auf die vergangenen zehn Jahre zurückgeblickt werden.

Trotz des Verlustes der Selbstständigkeit, oder gerade deshalb, verstärkte sich bei der Bevölkerung Tennenbronns der Wunsch, die eigene Vergangenheit besser kennenzulernen, um die Identität zu erhalten. Im leerstehenden Kindergarten in der Ortsmitte sollte ein Heimathaus entstehen. Als sich im März 2008 eine von Alois Moosmann zusammengerufene Schar von Bürgern zum ersten Mal traf, fanden etwa zehn Personen den Weg dorthin.

Nachdem sich Martin Maurer vom Museums- und Geschichtsverein Schramberg für eine Kooperation offen zeigte, war der Weg frei, um mit konkreten Planungen zu beginnen. Die Vision war ein lebendiges Haus zu schaffen mit dem Ziel, die Erforschung und Dokumentation der Tennenbronner Dorfgeschichte erlebbar zu machen. Unterstützt durch den damaligen Ortsvorsteher Klaus Köser überzeugte das erarbeitete Konzept nicht nur den damaligen Oberbürgermeister Herbert O. Zinell, sondern auch den Ortschafts- und Stadtrat.

Ein Vertrag sah vor, dass das "Martebeckehaus" von der Stadt zur Verfügung gestellt würde, aber die gesamten Umbauten zum Museum mit allen erforderlichen Innenarbeiten, das Beschaffen von Exponaten sowie die äußere Gestaltung des Hauses von der Heimathausgruppe zu tragen sei.

Eine Projektgruppe gründet sich

Mit diesen Vorgaben wurde am 6. Mai 2009 die Bevölkerung zu einer Gründungsversammlung einer Heimathausgruppe in das Gasthaus Löwen eingeladen. Sehr viele Bürger folgten der Einladung.

Robert Hermann wurde zum Vorsitzenden, Dieter Moosmann zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Noch am gleichen Abend traten dem Verein mehr als 40 Mitglieder bei. Während von nun an das geplante Projekt von vielen Bürgern unterstützt wurde, war es nicht zu vermeiden, dass die anstehenden konkreten Arbeiten auf den Schultern einiger weniger Akteure lasteten.

Es formierte sich ein Kern von etwa 15 Personen, die sich mit großem Eifer ans Werk machten. Sammlung von Zeitdokumenten und Exponaten, Kostenkalkulationen, Entwicklung eines Museumskonzeptes, Gebäudesanierung, Gestaltung der Außenfassade, Entwicklung eines Corporate Identity, Sortierung und Katalogisierung der Archivalien, Gestaltung sowie Einrichtung der Ausstellungsräume und vieles andere mehr musste geplant und umgesetzt werden.

Da sich die von der Stadtverwaltung zugesagte Unterstützung des Projekts auf die Übernahme der laufenden Energiekosten beschränkte, gab es keinen anderen Weg, als den Großteil der fälligen Arbeiten in Eigenleistung zu erbringen. In über 6500 Stunden ehrenamtlichem Engagement gelang es den Mitgliedern der Projektgruppe und den zahlreichen Helfern, die vielen Arbeiten umzusetzen und dank vieler Spender die Kosten von knapp 40 000 Euro zu finanzieren.

Der ehrgeizige Zeitplan konnte eingehalten werden. Im Herbst 2010 war das Werk so weit gediehen, dass das Tennenbronner Heimathaus am 23. Oktober eingeweiht und eröffnet werden konnte. Der Zuspruch aus der Bevölkerung und die Bereitschaft mitzufeiern, waren überwältigend. Das zum ersten Mal geöffnete Heimathaus konnte den Ansturm der Besucher kaum bewältigen. Schon beim offiziellen Festakt mit viel Prominenz im Pfarrsaal und anschließend bei der Einweihungsfeier in der Tennenbronner Festhalle waren alle Plätze voll belegt.

Tennenbronn feierte mit einem großen Fest und der gesamten Bevölkerung in einem bunten Programm sein Heimathaus. Dank des großartigen Einsatzes der Projektgruppe, vielen großzügigen Spendengebern und vielen Helfern kann Tennenbronn seither stolz auf ein schmuckes Heimathaus in der Ortsmitte sein.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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