Daniel und Florian Michlbauer (von links) präsentierten ein sehr abwechslungsreiches und musikalisch perfektes Konzert. Foto: Weisser Foto: Schwarzwälder-Bote

Perfekte Musik: Florian und Daniel Michlbauer präsentieren einmaliges Konzert auf der Steirischen

Von Carina Weisser Schramberg-Tennenbronn. Dass die Steirische Harmonika kein eintöniges Instrument ist, bewiesen Florian und Daniel Michlbauer am Freitagabend in der Tennenbronner Festhalle beim Steirischen Konzertabend. Das Akkordeonorchester mit Trachtengruppe Tennenbronn freute sich mit den Künstlern über eine volle Halle. Viele Harmonika-Fans oder die, die es laut Florian Michlbauer nach dem Abend erst geworden sind, folgten dem Ruf und erlebten eine abwechslungsreiche und musikalisch virtuose Darbietung.

Florian und Sohn Daniel Michlbauer reisten aus dem oberösterreichischen Salzkammergut an, wo die Steirische Harmonika einen hohen Stellenwert besitzt. Die Musiker präsentierten die Steirische Harmonika von ihrer besten Seite. Ohne Noten, viel Improvisation und abwechslungsreiche Musikstile boten Vater und Sohn.

"Uns taugt das", erklärt Florian Michlbauer. "Wir präsentieren heute sowohl viele Eigenkompositionen als auch bekannte Coversongs".

Gesagt, getan. Die beiden musikalisch perfekten Harmonikaspieler spielten abwechselnd Melodie und Begleitung. Koordiniert wurde das ganze mit Blickkontakt. Auch wechselnde Dynamik brachten die beiden Einwandfrei auf der Bühne herüber.

"Innerhalb der letzten 25 Jahre sind zirka 2000 Titel entstanden", erklärte der Besitzer einer Musikschule, Florian Michlbauer. "Wir wollen natürlich alles ein bisschen spielen und deshalb präsentieren wir Potpourris"

Auf der Nowak Harmonika aus Kärnten präsentierten die beiden den Walzer "Schee das es di gibt". Passend zu den gespielten Stücke waren die Ansagen gewählt. "Die schönsten Stunden sind für mich die, bei denen ich mit meinem Sohn spielen darf", erklärt Vater Florian Michlbauer.

Der Walzer ist auch auf ihrer CD "Lebensfreude" zu hören. "Die Literatur für die Steirische liegt primär in der authentischen Volksmusik und ist dem Instrument wie auf den Leib geschnitzt" erzählt Florian Michlbauer.

Deshalb präsentierten sie die "Ländlervariationen". Ganz typisch hierfür sind die bewegenden Achtelnoten. Den recht schweren "Zwiefach", der zwischen Dreiviertel- und Zweiviertel-Takt abwechselt, meisterten sie mit Bravour. Auch das traditionelle Potpourri "des is Böhmisch" sorgte beim Publikum für begeisterten Applaus.

Schon seit Daniels viertem Lebensjahr spielen die beiden gemeinsam. Dass man auf der Steirischen Harmonika nicht nur die Volksmusik spielen kann, bewiesen die beiden in einem Tanzmusik-Potpourri. Angefangen mit einem Cha-Cha, präsentieren sie auch Auszüge aus dem bekannten "Guantanamera". Auch hier zeigten sie ihre Kunst, die steirische Harmonika zu spielen, einfach perfekt.

"Da die steirische Harmonika nur auf drei bis vier Tonarten beschränkt ist, muss man schauen, dass die nachgespielten Songs auch so klingen, wie im Original.", erklärt Florian Michlbauer. Und das haben sie auch einwandfrei gemeistert.

Nach einem "Country und Western"-Medley präsentierten die beiden zum Abschluss "im Hühnerstall", das sich einige Besucher in der Pause gewünscht hatten. Das Publikum war so begeistert, dass die Michlbauers nicht ohne einige Zugaben von der Bühne gehen durften.