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Schramberg Grillen am Berneckstrand bleibt erlaubt

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In Waldmössingen sorgt der Bauhof schon seit Jahren für geeignetes Brennmaterial. Von Zeit zu Zeit laden die Mitarbeiter Abfallholz an den Grillstellen ab, wie hier am Römerkastell. Foto: Kaupp

Schramberg - Das Grillen am Berneckstrand bleibt auch weiterhin zwischen 9 und 22 Uhr erlaubt. In der neuen Benutzungssatzung wird zudem geregelt, dass die Stadt für das nötige Brennmaterial sorgt. Dies hat der Gemeinderat in seiner Sitzung beschlossen.

So hatte sich die Stadtverwaltung das nicht vorgestellt: Wäre es nach ihr gegangen, wäre das Grillen auf dem Freizeitgelände in der Südstadt nur noch mit Voranmeldung an der unteren (verschlossenen) Grillstelle erlaubt. Bei Anmietung des Kiosks hätte zudem das Grillen auf Gas- oder Elektorgrills genehmigt werden können.

Diese Lösung hat die Verwaltung erarbeitet, nachdem sich immer wieder Anwohner über Lärm- und Geruchsbelästigungen beschwert hatten.

Pressereferentin Susanne Gorgs-Mager erläuterte in der Sitzung, dass die Verwaltung "prinzipiell nichts gegen das Grillen" habe. Sie wolle lediglich das "innerstädtische Grillen" einschränken. Dies untermauerte sie mit einer Karte, die die anderen Grillstellen auf der Gemarkung Schramberg zeigte: "Es gibt durchaus Alternativen."

Die Verwaltung müsse auch die Bedürfnisse der Anwohner des Berneckstrands im Auge haben. Das Gelände ließe sich vielfältig nutzen und hier solle "lediglich eine Sache eingeschränkt werden". Mit Fotos von anderen Parkanlagen, in denen ebenfalls nicht gegrillt, sondern gepicknickt wird, wollte sie den Stadträten die Entscheidung schmackhaft machen.

Bauknecht: Stadt soll Holz zur Verfügung stellen

In den Reihen der Verwaltung staunte man deshalb nicht schlecht, als Stadtrat Ulrich Bauknecht (CDU) den Antrag stellte, die Stadt solle das Grillen nicht nur weiterhin erlauben, sondern auch noch das Brennmaterial zur Verfügung stellen. "In anderen Kommunen ist das auch so", sagte er. Mit geeignetem Holz würde es nicht mehr so stark qualmen und die Benutzer würden darauf verzichten, frische Äste vor Ort abzubrechen und zu verfeuern.

Sein Fraktionskollege Jürgen Kaupp berichtete, was in Waldmössingen schon seit Jahren erfolgreich praktiziert werde: Der Bauhof lädt von Zeit zu Zeit Abfallholz neben den Grillstellen ab.

Bauknechts Änderungsantrag wurde mit zwölf Ja- und zehn Neinstimmen bei drei Enthaltungen schließlich durchgesetzt.

Diskussion um Videoüberwachung der Grillstelle

Zuvor entwickelte sich noch eine lebhafte Diskussion über den Berneckstrand. Das Gelände habe einen hohen Freizeitwert, so Stadtrat Ralf Rückert (Freie Liste). Es gebe viele Menschen, die spontan grillen wollten. Er regte an, eventuell eine Art Spendenkasse für das bereitgestellte Holz aufzustellen und Überwachungskameras zu installieren. "Wenn nichts vorgefallen ist, werden die Aufzeichnungen nach zwei Tagen wieder gelöscht." Sein Fraktionskollege Peter Heinrich fand die Idee mit der Kamera ebenfalls gut. Und sie sei billiger, als ein Beamter, der vor Ort kontrolliere. Allein der Hinweis, dass die Benutzer gefilmt werden, würde helfen, Verstöße zu verhindern, war sich Heinrich sicher. Als vehemente Gegner der Überwachungsaktion zeigten sich Edgar Reutter (SPD/Buntspecht) und Bernd Richter (ÖDP).

Stadtrat Dominik Dieterle (CDU) wollte das Gelände "bürgerfreundlich" halten, allerdings müssten Regeln her und bei Problemen forderte er härteres Durchgreifen.

Stadträtin Tanja Witkowski (SPD/Buntspecht) nannte das Bereitstellen von Holz "leichtsinnig". Sie habe Verständnis für die Anwohner. Der Trend zum Picknick sei eine gute Sache. Ihr Fraktionskollege Martin Himmelheber erinnerte daran, dass das Grillen lediglich als Versuch gestartet worden sei. "Und dieser ist teilweise eben schief gelaufen."

Mirko Witkowski (SPD/Buntspecht) ging auf die rechtliche Seite ein. Würden Anwohner klagen, gebe es gar kein Grillen mehr. Er sprach sich für die Voranmeldungs-Variante aus, "um das Grillen zu erhalten".

Stadtrat Jürgen Winter (CDU) zeigte sich überrascht, wie emotional das Thema Grillen in Schramberg behandelt werde.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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