Viele Menschen haben sich über Heilung durch Quellwasser des Klosters Heiligenbronn bedankt.
Schramberg-Heiligenbronn - Einst war es Weideland mit vielen Quellen darauf. Bekannt wurden diese durch die heilende Wirkung des Wassers, das laut Legende schon vielen Menschen geholfen haben soll. Die Quelle ist heute beim Kloster in Heiligenbronn und auch während der Corona-Krise geöffnet.
Ein Hirtenjunge der seine Schafe hütete rastete laut Legende auf dem Weideland. Dort kühlte er seine wunden Füße in einer der vielen Quellen und das Wasser heilte seine Verletzungen. Genauso wie eine blinde Frau sehend geworden ist, nachdem sie ihre Augen mit dem Wasser auswusch, erzählt Ordensschwester Johanna, die im Kloster in Heiligenbronn lebt, von den Legenden der Gnadenquelle.
Zwei Brunnen beim Kloster
Aber warum ist das Gnadenwasser dieser Quelle so besonders? Wie erklärt sich die Heilung der beiden Menschen? Im Wasser der Quelle soll sich das Bild der schmerzhaften Mutter Gottes, der Pietà, im Wasser gespiegelt haben. "So die Legende", meint Schwester Johanna. Danach wurde die Pietà aus Holz geschnitzt und hängt heute in der Kirche in Heiligenbronn. Daraufhin sei dieser Ort als heiliger Brunnen bekannt geworden, den Menschen aufsuchten, um Heilung zu finden.
Später sei die Quelle dann zu einem Brunnen gefasst worden. Daher habe Heiligenbronn auch seinen Namen, sagt Schwester Johanna.
Auch für Rollstuhlfahrer leicht erreichbar
"Die Quelle hat Trinkwasserqualität und fließt durchgehend", sagt Schwester Johanna. Die Quelle sei für alle Menschen offen, jeder dürfe sich am Wasser bedienen. Auch für Rollstuhlfahrer soll diese leicht erreichbar sein. Daher gebe es zwei Brunnen im Kloster, wo Besucher Wasser holen können. Eine davon ist eben und leicht zugänglich für Rollstuhlfahrer.
An der Quelle selbst hängen viele Rahmen, hinter denen Geschichten stecken. "Das Wasser hat schon vielen Menschen geholfen und manche haben als Dank ein Schild gemacht, welches wir neben der Quelle aufgehängt haben", meint Schwester Johanna. Krebspatienten hätten durch das Trinken des Quellwassers Heilung erfahren. Auch ein Pilot, der mit einem Kampfflugzeug abgestürzt ist und ins Koma fiel, habe das überlebt, weil seine Familie für ihn in der Kapelle betete. "Nach dem er geheilt wurde, soll er auch wieder geflogen sein", erzählt Schwester Johanna. Übrigens: Auch während der Corona-Krise ist die Gnadenquelle für Gäste geöffnet – ebenso wie die Klosterkirche.