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Schramberg Für Groß und Klein etwas dabei

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Die Band "Could be Worse" spielte beim Familientag in der "Szene 64". Die Eröffnungsrede hielt OB-Stellvertreter Jürgen Winter (rechts), der auch beim Faßanstich punktete. Zudem gab es einen ökumenischen Gottesdienst (Mitte). Fotos: Fehrenbacher Foto: Schwarzwälder Bote

Ökumenischer Gottesdienst, Kinderprogramm, historische Vorträge und vieles mehr locken Interessierte zum Familientag in die "Szene 64".

Schramberg. Zu Beginn des Festtags begrüßte der Vorsitzende des Vereins "Szene 64", Uli Bauknecht, die zahlreichen Besucher und bedankte sich bei allen Helfern. Seine Stellvertreterin Karin Eichenlaub berichtete über die Arbeiten im Gebäude. Das Erdgeschoss sei im rustikalen Stil gehalten und lade so besonders für Konzerte ein, das erste Obergeschoss biete eine Atmosphäre in einem feineren Ambiente und sei so für Geburtstage, aber auch für Firmenfeiern, Hochzeiten oder ähnliches geeignet, erläuterte Eichenlaub. Dem Nutzer sei in der "Szene 64" alles geboten, was er benötigt, sei es ein barrierefreier Zugang, eine Künstlergarderobe oder eine Gastroküche.

"Wir wollen die ›Szene 64‹ weiterentwickeln und so soll mit der Zeit auch noch das zweite Obergeschoss renoviert werden", betonte Eichenlaub. Zum Anfang eines jeden Projekts – und so auch bei diesem – benötige es eine große Portion Mut, im Verlauf der Durchführung Ausdauer und am Ende, nach der Fertigstellung, stünde die Freude, welche die Initiatoren an diesem Tag mit den Festgästen teilen und gemeinsam feiern könnten.

OB-Stellvertreter Jürgen Winter betonte in seiner Ansprache, dass dieses Gebäude vor einigen Jahren noch als Ruine mit teils vermodertem Gebälk und einem kaputten Dach vorzufinden war. Nach einer gelungenen Zusammenarbeit der Stadt, welche überwiegend für die Finanzierung des Projekts verantwortlich war, und des Vereins, der mit diesen finanziellen Mitteln den Plan in die Tat umsetzte, böten die Räume nun die Möglichkeit, Veranstaltungen zu planen und darin auszuführen. "Die ›Szene 64‹ wird das Kulturleben der Stadt Schramberg verändern", rundet Winter seine Rede ab.

Pfarrerin Martina Schlagenhauf und Diakon Markus Schneider segneten in dem durch Benedikt und Rudi Schäfer musikalisch gestalteten Gottesdienst anschließend die Räume. Beide betonten, dass das Gebäude an sich zwar fest und solide stehe, Gott jedoch auch seinen Teil dazu tue und Hoffnung, Liebe, Bewahrung und Segen wesentliche Steine für das Fundament seien, welches sie dem Verein symbolisch als kleines Präsent mitgebracht hatten.

Im Anschluss lud Stadtarchivar Carsten Kohlmann im ersten Obergeschoss dazu ein, mehr über die Geschichte der Firma Junghans zu erfahren. Das im Jahr 1861 gegründete Unternehmen war um 1900 die größte Uhrenfabrik der Welt, die sich als Fabrikstadt mit mehr als 100 Gebäuden, von denen heute nicht mehr allzu viel zu sehen sei, auch auf die Bevölkerungszahl ausgewirkt habe. Sie habe sich innerhalb eines Jahrzehnts vervierfacht. Den Charakter der einstigen Fabrikstadt, der damals "als eine Art verbotene Stadt" betrachtet wurde, zu der Menschen, die keine Mitarbeiter waren, keinen Zutritt hatten, gebe es so heute nicht mehr.

Zeitgleich zu diesem Vortrag boten Vivien Kaupp und Anselm Pfaff im Erdgeschoss einen musikalischen Beitrag zum Festtag. Im Anschluss daran hatten alle Interessierten die Möglichkeit, an einer Führung von Klaus Dreyer durch die Bunker des Junghans-Firmenparks teilzunehmen.

Währenddessen kümmerte sich der "Szene 64"-Verein um das Wohl der Gäste. Die Jüngsten hatten draußen die Möglichkeit, die Spiel- und Fahrzeuge des Juks3-Spielmobils zu nutzen oder einen Bierkistenstapel zu erklimmen.

Beim Kinderschminken zauberten die fleißigen Helferinnen wahre Kunstwerke in die Gesichter der Kinder. Im wahrsten Sinne des Wortes auch zaubern konnte Ballonmodellierkünstler Alexander Eberhardt, der den Kindern aus Luftballons die unterschiedlichsten Kreaturen herstellte. Für alle back- und kreativitätsbegeisterten Kinder gab es im Inneren des Gebäudes einen Backworkshop. Am Nachmittag spielte das Blas-Vororchester unter Leitung von Sabrina Michelfeit vor dem Gebäude und zum Ausklang wartete ab 16 Uhr die Band "Could be Worse" der Musikschule Schramberg mit eine Mixtur unterschiedlichen Genres sowie selbst geschriebenen Stücken auf.

Nach zwei vom Publikum geforderten Zugaben verließen auch sie die Bühne und bildeten den Abschluss eines gelungenen und gut besuchten Familientags beim "Open Weekend" der "Szene 64".

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