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Schramberg Füchse töten zahlreiche Hühner und Enten

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Foto: Deutscher Jagdverband

Schramberg-Sulgen/Heiligenbronn - Wohl jeder kennt das Kinder- und Volkslied des Komponisten Ernst Anschütz, in dem der Fuchs die Gans gestohlen hat. Keinesfalls zum Singen zumute ist der Landwirtsfamilie Kuner – und nicht nur ihr.

Hedwig und Meinrad Kuner vom Gewann Heuwies in Sulgen sind am Boden zerstört. Innerhalb von vier Wochen hat ein Fuchs ihren gesamten Hühnerbestand ausgelöscht. Ihnen war am frühen Samstagmorgen zum Heulen zu Mute, als sie die Tür zum Hühnerstall öffneten.

Elf Legehühner und ein Hahn lagen mit durchbissener Kehle tot auf dem Boden, von den anderen acht keine Spur. Ein Blick zum Fenster ließ keine Zweifel aufkommen: Es war wieder der Fuchs. Der hatte den Kuners bereits vor knapp vier Wochen 15 der 20 Hühner im Freigehege totgebissen und einige mitgenommen. Wie Meinrad Kuner schildert, geschah dies am späten Nachmittag. Der rotbraune Räuber hatte sich unterm Absperrzaun ein Loch gebuddelt und kam so zu seiner Beute.

Die Kuners, die die Eier überwiegend für den Eigenbedarf verwenden, kauften sich nach diesem Vorfall kürzlich 15 neue legereife Junghühner und sperrten sie aus Vorsicht im Stall ein. Doch "Reinecke" schlug erneut zu. Diesmal gelangte er über die Werkstatt in den Hühnerstall, indem er ein Drahtgitter vor dem offenen Fenster wegzerrte und sein Unheil anrichtete. Keines der Tiere überlebte. Die Kuners sind ziemlich verbittert und wollen vorerst keine Hühner mehr halten.

"Zurzeit wird immer nur vom Wolf geredet. Auch der Fuchs ist bei uns ein Problem. Der hat keine Scheu, ist rotzfrech und schleicht sich am helllichten Tag an die Häuser. Wir haben einen Schaden von circa 350 Euro und bekommen keinen Cent", beklagt sich Kuner. Er vermutet sogar ein Fuchspärchen, das im nicht weit entfernten ehemaligen Steinbruch seinen Bau haben soll. "Während der Jungenaufzucht haben Füchse Schonzeit und dürfen nicht geschossen werden", weiß Kuner von einem Jäger.

Auch bei Kuners Nachbar Werner Worpitz hat der (gleiche?) Fuchs kürzlich zugeschlagen und bei vier Angriffen jeweils eine Stockente gestohlen. "Der kam am frühen Nachmittag. Ich sah gerade aus dem Fenster und traute meinen Augen nicht. Aber da war es auch schon zu spät", erzählt Worpitz. Selbst als er im Garten am Ententeich gearbeitet habe, sei der Fuchs plötzlich aufgetaucht. Mit einem Stock habe er ihn dann in die Flucht geschlagen.

Da ein Zaun auch keine Sicherheit biete und er seine Enten tagsüber nicht einsperren wolle, müsse er sie jetzt mit größter Vorsicht bewachen.

Aber nicht nur derzeit stelle der Fuchs für ihn ein Problem dar. Vor einem Jahr habe er auf einen Schlag acht Enten durch das Raubtier verloren, bedauert Worpitz.

Den größten Schaden angerichtet hat der Fuchs bei der Stiftung St. Franziskus Heiligenbronn. Wie der Schwarzwälder Bote auf Anfrage von Landwirtschaftsleiter Frank Schneider erfuhr, habe der Fuchs in diesem Jahr bereits viermal das Freigelände beim Hühnerstall der Stiftung aufgesucht und jedes Mal zwischen 15 und 30 Hühner getötet. Der Fuchs habe dabei den 1,60 Meter hohen Zaun übersprungen. Die Einzäunung werde jetzt noch durch einen Stacheldraht und Strom ergänzt, um den ungebetenen Gast von weiteren Untaten abzuhalten.

Aber auch Wildschweine richteten immer wieder Schäden an, weshalb der Kartoffelacker ebenfalls eine Einzäunung erhalte, teilt Schneider mit.

 
 

Ihre Redaktion vor Ort Schramberg

Karin Zeger

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