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Schramberg Freibad: Veraltete Technik oder Bedienfehler?

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Im großen Becken des Tennenbronner Freibads hat Wasser gefehlt. Foto: Ziechaus

Schramberg-Tennenbronn - Da haben die Gäste nicht schlecht gestaunt, als sie kürzlich ins Freibad kamen und im Schwimmerbecken erheblich Wasser fehlte. Augenzeugen berichten von einem Wasserstand, der "gut und gerne einen halben Meter" unter dem üblichen lag, nach Auskunft der Stadtwerke seien es lediglich 20 Zentimeter gewesen.

Was war passiert? Stadtwerke-Chef Peter Kälble erläutert auf Anfrage: "Wir haben im Freibad eine Technik, die aufgrund ihres Alters anfällig ist. So hat sich ein Prozess, der bisher automatisiert lief, "verabschiedet", was zu dem niedrigeren Wasserstand geführt hat. Er wird jetzt manuell gehandhabt". Das Freibad mit dieser veralteten Technik "am Laufen" zu halten, sei keine leichte Aufgabe, so Kälble. Der Sachverhalt zeige einmal mehr die Dringlichkeit, das Freibad zu modernisieren.

Ein Badegast, der selbst in der Branche tätig ist, hat vor Ort erfahren, dass ein Mitarbeiter einen "Schieber", der im Zusammenhang mit dem Blockheizkraftwerk steht und von jeher manuell betrieben werden musste, offensichtlich falsch bedient habe. Dadurch seien Hunderte von Kubikmetern Wasser vom Schwimmer- ins Nichtschwimmerbecken gelaufen und von dort in die Kanalisation.

Durch das Nachfüllen von Frischwasser sei es im großen Becken in den folgenden Tagen "empfindlich kühl" gewesen. Am vergangenen Sonntag um 12 Uhr habe die Wassertemperatur aber wieder konkret 23,9 Grad Celsius betragen, so Peter Kälble.

Einschränkungen im Badebetrieb habe es wegen des fehlenden Wassers nicht gegeben, so Kälble. Badegäste berichten indes, dass man sich, als das Wasser nachlief, wie "im Wellenbad" gefühlt habe. "Schwimmen war nicht möglich." Während das Problem mit dem fehlenden Wasser relativ rasch behoben werden konnte, scheint es aber in dem einstigen Vorzeigebad an noch weiteren Stellen zu klemmen. "Luft anhalten, schnell rein und schnell wieder raus", beschreiben beispielsweise Schüler ihre Taktik, wenn sie die sanitären Anlagen benutzen. Badegäste, die seit Jahren zu den treuen Schwimmern gehören, bemängeln die fehlende Pflege des Geländes. "Das Unkraut wächst und wächst."

"Dies sind alles Dinge, die nichts mit der Sanierung zu tun haben", sagt ein Tennenbronner. Das Bad soll nach der Saison 2019 geschlossen und modernisiert werden (wir berichteten).

Er erinnert an Zeiten, in denen das Freibad "tipptop" gepflegt gewesen sei. Und früher habe es weit mehr Badegäste gegeben, der Pflegeaufwand und auch das Müllaufkommen sei dementsprechend höher gewesen. "Da war der Bademeister bei den Aufräumarbeiten abends richtig gefordert." Dieses Engagement werde vermisst.

Ihre Redaktion vor Ort Schramberg

Stephan Wegner

Fax: 07422 9493-18

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