Die überarbeitete Vorplanung für den Umbau des Freibads in Tennenbronn   Grafik: Stadt Foto: Schwarzwälder Bote

Kommunales: Ortschaftsrat stimmt aktualisierter Variante zu / Mehrkosten von 600 000 Euro

Der Vorplanung einer aktualisierten Variante neun für den Umbau des Freibads in Tennenbronn hat der Ortschaftsrat einstimmig zugestimmt.

Schramberg-Tennenbronn. Aufgrund der Beauftragung der Entwurfsplanung und eines Zuschussantrags kann mit dem Umbau erst nach dessen Bewilligung im Herbst 2019 begonnen werden. Somit kann im Freibad auch im nächsten Sommer geschwommen und sogar noch vom Turm gesprungen werden.

In die aktuelle Planung wurden einige wichtige Verbesserungen und Anregungen der Bürger aufgenommen, erklärte Peter Kälble, Geschäftsführer der Stadtwerke. Der Eingangsbereich soll offener und barrierefrei werden, wie auch ein Panoramaweg, der am äußeren Rand um die Liegeflächen des Freibads führt.

Die Liegeterrasse und die Treppe werden neu gestaltet mit flacheren Abstufungen; eine Sitzterrasse bietet den Gästen des Kiosks mehr Platz und freien Blick über die Becken.

Am östlichen Ende des Schwimmbeckens soll ein Pavillon mit Pergola vor Wind schützen. Auf der südlichen Seite wird der Pflasterbelag gegen den hoch stehenden Beckenrand etwa abgesenkt für eine "Infinity-Optik"; die Schwimmer haben damit einen freien Blick in die "Unendlichkeit des Südens", allerdings ohne Palmen.

Der neue Spielplatz wird nach Süden verschoben und durch eine Hecke vom Kinderbecken getrennt, um den Sandeintrag zu vermeiden. Das Beachvolleyballfeld wird auf die Fläche des bisherigen Planschbeckens verlagert.

Die Technikgebäude werden für eine einheitliche Optik mit Holz verschalt.

Die zusätzlichen Kosten für diese Verbesserungen betragen rund 600 000 Euro. Die bisherige Variante neun war mit 4,6 Millionen Euro veranschlagt. Für die Baukosten von 5,2 Millionen Euro soll ein Zuschussantrag gestellt werden, der durch die entstehende Barrierefreiheit gute Aussichten auf Erfolg habe. Der Zuschuss wird auf 500 000 Euro beziffert. Damit könnten die Baukosten bei 4,7 Millionen Euro liegen.

Durch die höhere Attraktion des neuen Freibads rechnen die Stadtwerke mit mehr Besuchern im Jahr. Erste Gespräche für ein Mobilitätskonzept zur Anbindung des modernisierten Freibads haben schon stattgefunden. Darüber muss noch im Tourismusbeirat beraten werden.

Monika Kaltenbacher und Felix Broghammer lobten die gute Planung, die erst ab Herbst 2019 umgesetzt werden könne. Für Martin Grießhaber hätten "die tollen Vorschläge schneller kommen können", nicht erst nach zweieinhalb Jahren der Planung.