Die Feuerwehr half mit einer Plane und einem Brett das nachlassende Wasser etwas in die Bahnen zu leiten. Foto: Wegner

Wasserschwall neben der "Schönen Aussicht" weckt böse Erinnerungen an den Hangrutsch vor zwei Jahren.

Schramberg - Der Wasserschwall, der sich in den späten Abendstunden des Samstags neben der "Schönen Aussicht" am Schramberger Burgweg ergoss, weckte unvermeidlich unschöne Erinnerungen an den Hangrutsch am Schlossberg kurz vor Weihnachten 2012.

Für die alarmierte Schramberger Feuerwehr sah die Situation beim Eintreffen auch fast so aus: Wasser schoss über den Burgweg hinab, Steine und Schlamm wurden davon einfach mitgerissen. Ein paar Treppenstufen höher, hinter dem Schramberger Traditionsgasthaus, sah die Situation dann allerdings etwas entspannter aus.

Der Hang selbst hielt, lediglich eine kleiner Mauer war teilweise weggerissen worden. Genau oberhalb von ihr endet nämlich die Hangwasserführung vom Holzabfuhrweg am Schlossberg, wie kopfschüttelnd festgestellt wurde.

Im Frühjahr, so hatte die Stadt Schramberg jüngst gesagt, soll hier eine neue Wasserführung gebaut werden, da die Schächte unterhalb des bestehenden Ablaufs bei kleineren Mengen Schlammeintrag bereits verstopfen, so Fachbereichsleiter Andreas Krause.

Dies war auch jetzt wieder der Fall: Das Wasser quoll unterhalb des Burgwegs aus dem Sammelschacht und floss oberirdisch zu Tal und dann später direkt in die Schiltach.

Zu Gute kam der Feuerwehr bei ihrem Einsatz, dass gegen 23 Uhr am Samstag der Regen nachgelassen hatte und die Wassermenge aus dem Rohr auf weniger als die Hälfte abnahm.

So konnte mit einem Schalbrett, das auf die Mauer gelegt und mit Seilen verankert wurde, das Wasser über die abgetragene Mauer gelenkt und größtenteils direkt über die Ablaufrinne zu Tal geleitet werden. Als Spritzschutz zur Hauswand wurde zudem eine Plane befestigt.

Zusammen mit Abteilungskommandantin Annette Melvin, Stellvertreter Arno Zehnder und Stadtbrandmeister Werner Storz nahm später auch Karl Pröbstle vom Fachbereich Umwelt und Technik der Stadt die Einsatzstelle unter die Lupe, um auch von städtischer Seite das Notwendige zu veranlassen, um weiteren Schaden zu verhindern.

Nicht nur die Schramberger Feuerwehr, auch die Heiligenbronner Wehrangehörigen hatten am Samstag mit Schneeschmelze und Hochwasser zu kämpfen. So war im Brambach ein Keller vollgelaufen, der ausgepumpt werden musste, wie Werner Storz berichtete.

Zu pumpen hatten auch die Lauterbacher Feuerwehrleute zusammen mit dem technischen Hilfswerk. Dort war in der Ortsmitte das im Bau befindliche Rückhaltebecken übergelaufen.

Zwischen Sulgen und Hardt hatte es zudem in der Senke am Friedrichsberg einen kleinen See gegeben, in den am Nachmittag ein Auto gefahren war. Dort kümmerte sich die Polizei um die Absperrung.

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