Offenbar eher nicht als überdachter Festplatz geeignet:. Der ehemalige Schuppen von Fader und Koch. Foto: Wegner

Umbau des überdachten Schuppens auf ehemaligem Fader- und Koch-Gelände mit hohen Hürden verbunden.

Schramberg - Rund 200.000 Euro an Aufwand rechnet die Stadtverwaltung dafür, dass der von der Stadt erworbene Schuppen des früheren Sägewerks Fader und Koch in Sulgens Ortsmitte für vereine als bedachten Festplatz genutzt werden könnte.

Die CDU-Fraktion hatte bei den Haushaltsplanberatungen den Antrag gestellt, zu überprüfen, ob und zu welchen Kosten das Lagergebäude aus Holz erhalten und zu einer Festplatzanlage umgebaut werden könnte.

Dabei hätte sich die CDU eine Anlage vorgestellt, die lediglich einen mit Pflaster befestigten Boden, eine neue Elektroinstallation mit Beleuchtung und ausreichend Leistung für den Festbetrieb sowie die notwendigen Ver- und Entsorgungsleitungen hinsichtlich des Wasser- und Abwasseranschlusses umfassen sollte.

Da es sich um eine Versammlungsstätte handelt, so die Stadtverwaltung in ihrer Vorlage an den Ausschuss für Umwelt und Technik, der am Donnerstag tagt, seien "umfangreiche Sicherheitsvorschriften" einzuhalten. So müsse die gesamte tragende und aussteifenden Konstruktion feuerhemmend im Schutzbereich 30 Minuten hergestellt werden, "was aufgrund der Tatsache, dass das gesamte Gebäude aus Holz besteht, wirtschaftlich nicht umsetzbar sei.

Zudem sei zu den Nachbargebäuden bei der vorhandenen Gebäudehöhe ein entsprechender Grenzabstand einzuhalten, was bedeute, dass zwei Achsen des Schuppens zurückgebaut werden müssten. Dies würde eine Verkürzung um zwölf Meter bedeuten. Außerdem müsse die Lärmproblematik gelöst werden, hier könne nur ein Gutachten klären, wie und unter welchen Bedingungen eine Genehmigungsfähigkeit möglich sei. Denn eine Festplatzanlage bedeute eine Nutzungsänderung, und somit sei eine Baugenehmigung erforderlich.

Der Fachbereich Umwelt und Technik schätzt die Kosten, ohne den Brand- und Schallschutz konkreter zu berücksichtigen und ohne Auflagen auf rund 200 000 Euro. Dies resultiere durch den Rückbau und eine neue Dacheindeckung, da die bestehende zwischenzeitlich undicht sei. Die Schließung der bislang zu Holztrocknungszwecken relativ offenen Holzschalungen der Außenwände sei mit einer Trapezblechfassade gerechnet, die aber den Schallschutz nicht gewährleisten würde.

Auch weitere Kosten wie die Sanierung der Trockenkammer, der Herstellung von zusätzlichen Parkplätzen (für die Baugenehmigung erforderlich), eine feste Küche und mehr sind nicht einberechnet.

"Nach Abwägung der Fakten und Daten ist die Herstellung einer baurechtlich zulässigen Festplatzanlage aus dem Bestand wirtschaftlich nicht darstellbar", stellt die Verwaltung fest.

Deswegen schlägt sie vor, das Ziel nicht weiter zu verfolgen und den Sperrvermerk über 110.000 Euro für den Abbruch aufzuheben. Zuvor allerdings besichtigt der Ausschuss für Umwelt und Technik den Schuppen zu Beginn seiner Sitzung am Donnerstag, 23. April, um 18 Uhr.