Sowohl die Stadtverwaltung Schramberg, wie auch die Gemeinde Eschbronn betonen, dass sie mit Hochdruck an den Vorarbeiten für eine Realisierung eines Radwegs entlang der Kreisstraße Sulgen – Eschbronn sind.Archivfoto: Wegner Foto: Schwarzwälder Bote

Radweg: Eisenlohr dementiert Einstellung der Verhandlungen

Schramberg. Steht der Radweg zwischen Sulgen und Eschbronn über Schönbronn vor dem Scheitern? Dies befürchtet Stadt- und Kreisrat Jürgen Reuter (Aktive Bürger) weil es bei den Grundstücksverhandlungen aufgrund der Forderungshöhe von Eigentümern keine Einigung geben könnte und hat darüber unter anderem Landrat Wolf-Rüdiger Michel und Landesverkehrsminister Winfried Hermann informiert.

Aus unbestätigter Quelle habe er gehört, so schreibt Reuter, dass die Stadt das "hoch bezuschusste Projekt nicht weiter verfolgen" wolle. Es solle Anwohner geben, die zehn Euro pro Quadratmeter verlangten, habe er gehört. Oberbürgermeisterin Dorothee Eisenlohr sei nicht bereit, diesen Preis für einen Lückenschluss im regionalen Radwegenetz zu bezahlen und habe die Grundstücksverhandlungen eingestellt.

Diese Informationen könnte man als "Fake News" bezeichnen, schreibt die Oberbürgermeisterin an den Landrat. "Sie entsprechen in keiner Weise der Wahrheit. Wir freuen uns auf den Radweg Sulgen-Mariazell und sind genau wie unsere Nachbargemeinde Eschbronn engagiert dabei, die Grunderwerbsverhandlungen zu führen."

Woher Stadtrat Jürgen Reuter seine Informationen beziehe, "entzieht sich unserer Kenntnis", heißt es weiter. "Aus gesicherter Quelle, nämlich aus eigener Anschauung und täglichem Erleben, kann ich berichten, dass wir das Projekt gemeinsam mit großer Zielstrebigkeit verfolgen", betont auch Eschbronns Bürgermeister Franz Moser.

Die Rahmenbedingungen und besonders der Zeitdruck, den die Förderbedingungen auferlegten, erforderten "von unseren Verwaltungen einen sehr hohen persönlichen Einsatz." Das gelte "für unsere kleine Gemeindeverwaltung ebenso wie für die Stadtverwaltung." Hierbei bedankt sich Moser besonders beim neuen Tiefbauamtsleiter der Stadt Schramberg, Konrad Ginter, "der mit großem Engagement und Sachverstand selbst am Wochenende intensiv Bürgergespräche führt, um das Projekt voran zu bringen." Moser sieht sowohl in Eschbronn als auch in Schramberg bei den betroffenen Grundstückseigentümern großes Verständnis und Unterstützung für den Radweg. "Bei diesem Projekt haben wir die einzigartige Situation, dass eine Bürgerinitiative mit unglaublichem Aufwand Unterstützung leistet." Vorbildlich sei aus Mosers Sicht, "dass die Zusammenarbeit zwischen unseren Gemeinden einerseits und mit der Bürgerinitiative andererseits eine sehr konstruktive und am gemeinsamen Erfolg orientierte ist."

Die Grundstücksverhandlungen seiht Moser als "Knackpunkt für den Erfolg." Das gelte übrigens nicht nur für das Radwegeprojekt. "Wir sind zwischenzeitlich gemeinsam in kurzer Zeit sehr weit gekommen, aber eben noch nicht ganz am Ziel, was angesichts der Vielzahl an betroffenen Grundstückseigentümern aber auch nicht verwunderlich ist", so Moser. Er sei optimistisch, zu einem guten Ergebnis kommen zu können, "da der gemeinschaftliche Nutzen und auch der individuelle Vorteil des Radweges evident ist" und das Projekt von vielen mit großem Engagement und Zielstrebigkeit voran gebracht werde.

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