Warum sehe ich diesen Hinweis?

Sie sehen diesen Hinweis, weil Sie einen Adblocker eingeschaltet haben oder im privaten Modus surfen. Deaktivieren Sie diesen bitte für schwarzwaelder-bote.de, um unsere Artikel ohne diesen Hinweis lesen zu können.

Mehr zum Thema Adblocker / Privater Modus und wie Sie diesen deaktivieren, finden Sie, indem Sie auf deaktivieren klicken.

Deaktivieren

Schramberg Eindringlicher als jedes Buch

Von
Schramberger Gymnasiasten auf dem Weg zur Baracke im ehemaligen KZ Natzweiler. Foto: Andreae Foto: Schwarzwälder-Bote

Von Jonas Andreae

Beklemmend und erschütternd: Schüler des Schramberger Gymnasiums besuchten die Gedenkstätten KZ Natzweiler-Struthoff und "Vulkan" in Haslach.

Schramberg. Die Stimmung war betreten auf der Rückfahrt vom Konzentrationslager. Betroffen von den Erzählungen, war die Laune eine andere als auf der Hinfahrt. Zwar waren die schrecklichen Verbrechen der Nazi-Zeit aus dem Geschichtsunterricht bekannt. Aber die direkte Begegnung mit dem Ort, an dem 22 000 Menschen ihr Leben lassen mussten, hinterließ Eindruck.

Das Konzentrationslager Natzweiler im Elsass war zwischen dem 1. Mai 1941 und dem 23. November 1944 ein Straf- und Arbeitslager der Nazis. Etwa 52 000 Häftlinge aus ganz Europa wurden hier gefangengehalten. Unter menschenverachtenden Bedingungen mussten die Häftlinge in verschiedenen Außenlagern arbeiten. Extremer Hunger und willkürliche Hinrichtungen zählten zum grausamen Alltag.

Seit einigen Jahren steht der Besuch des Lagers fest auf dem Programm für die Kursstufe eins des Gymnasiums Schramberg. Gemeinsam mit ihren Geschichtslehrern Jürgen Hallmeyer, Martin Ehrenfeuchter, Jutta Schmidt und Verena Lauer besuchten auch die diesjährigen Elftklässler die Gedenkstätte. "Praktische Erfahrungen sind für die Schüler besser als jedes Schulbuch", betonte Jürgen Hallmeyer. Es sei wichtig, an solche Gräueltaten zu erinnern, damit sie nicht in Vergessenheit geraten.

Unermessliches Leid

Neben dem eigentlichen Konzentrationslager in Natzweiler gab es einige Außenlager, die weit bis hinter die deutschen Grenzen zu finden waren. Nach ihrem Besuch fuhren die Schüler deshalb nach Haslach im Kinzigtal zur Gedenkstätte "Vulkan". In diesem Außenlager schufteten ab dem 4. Dezember 1944 rund 700 Häftlinge in einem Bergwerk. Sie sollten dort den Stollen für unterirdische Rüstungsindustrie ausbauen.

Sören Fuß, der Leiter der Gedenkstätte, informierte die Schüler über die schrecklichen Zustände, die im Haslacher Außenlager herrschten. "Zum Gedenken an unermessliches Leid, das Menschen von Menschen zugefügt wurde", lautet die Inschrift auf der Gedenktafel an einem Mahnmal, das an die Opfer der Verbrechen erinnern soll.

 
 

Ihre Redaktion vor Ort Schramberg

Karin Zeger

Fax: 07422 9493-18

Flirts & Singles

 
 
0

Kommentare

Artikel kommentieren

Kommentarregeln

Um Artikel kommentieren zu können, ist eine Registrierung erforderlich. Sie müssen dabei Ihren Namen sowie eine gültige E-Mail-Adresse (wird nicht veröffentlicht) angeben. Bei Abgabe Ihrer Kommentare wird Ihr Name angezeigt. Alternativ können Sie sich mit Ihrem Facebook-Account anmelden.

  1. Passwort vergessen?
Sie haben noch keinen Benutzer-Zugang? Jetzt registrieren!
  1. null

loading