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Schramberg Durchweg imposantes Klangerlebnis

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Markus Pfundstein leitete in der Heilig-Geist-Kirche das große Blechbläserensemble beim Gastspiel des Landespolizeiorchesters.Fotos: Kiolbassa Foto: Schwarzwälder Bote

Mit dem Benefiz-Kirchenkonzert des Landespolizeiorchesters (LPO) Baden-Württemberg hat die Stadtmusik Schramberg unter Einhaltung der Hygieneregeln die zweite Veranstaltung im Rahmen ihres Jubiläums veranstaltet.

Schramberg. Die Umstände haben sich zwar verändert, aber das Jubiläumsjahr der Stadtmusik Schramberg geht weiter. Oberbürgermeisterin Dorothee Eisenlohr konnte viele Gäste begrüßen – angesichts der Corona-Zeiten war die Heilig-Geist-Kirche am Sonntag zum Gastspiel des LPO sehr gut besucht. Nachdem alle Termine im Jubiläumsjahr nach dem gelungenen Fasnetskonzert Anfang des Jahres aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt wurden, freue sie sich umso mehr, dass mit dem Benefiz-Konzert ein weiteres Jubiläums-Höhepunkt stattfinden könne.

Die Musiker eröffneten das Konzert mit einem imposanten Klangerlebnis und zogen die Gäste sofort in ihren Bann. Zu hören waren das Große Blechbläserensemble unter der Leitung von Markus Pfundstein sowie das Holzbläserquintett unter der Leitung von Truong-Giang Nguyen. Aufgrund der Ausnahmesituation konnte nicht das gesamte Orchester teilnehmen. Es wurde durch die beiden Ensembles mit Bravour vertreten. Die Stadtmusik ist guter Hoffnung, irgendwann auch das gesamte Orchester in Schramberg begrüßen zu können.

Das Landespolizeiorchester Baden-Württemberg ist das einzige Berufsblasorchester in der Trägerschaft des Landes. Mit zahlreichen Benefiz-, Gala- und Kirchenkonzerten sind die Musiker unter der Gesamtleitung ihres Chefdirigenten Stefan R. Halder im In- und Ausland unterwegs. Die beiden Ensembles, die in der Heilig-Geist-Kirche gespielt haben, sind vor allem auf feierlichen Umrahmungen von Veranstaltungen der Polizei sowie des Landes Baden-Württemberg zu hören.

Nachdem das Große Blechbläserensemble ein Arrangement von John Iverson zu Tylmann Susatos "Susato Suite" zum Besten gegeben hatte, begrüßte Dirigent Stefan R. Halder die Zuhörer und stellte die beiden Ensembles vor. Lange Zeit seien sie in dieser Konstellation nicht mehr spielfähig gewesen. Umso erfreulicher sei es, sagte Halder, dass beide heute in diesem Rahmen auftreten könnten.

Seinen besonderen Dank richtete Halder an Herbert O. Zinell, der sich unter den Zuhörern befand. Dieser sei eine der wichtigsten Stützen für das Orchester während einer Auflösungsdebatte im Jahr 2013 gewesen. Nach den vergangenen schwierigen Wochen und Monaten brachten die beiden Ensembles mit ihrer Musik ein weiteres Stück Normalität in die Talstadt. Trotz der unübersehbaren Veränderungen, wie beispielsweise den transparenten Roll-Ups, die die Musiker zum Infektionsschutz zwischen sich Platzieren mussten, kam das Feeling eines Konzertbesuches wieder auf, das den musikbegeisterten Gästen nun so lange verwehrt geblieben ist.

Das Holzbläserquintett zog das Publikum mit Stücken wie "Antiche Danze Ungheresi" von Ferenc Farkas, dem "Quintett op. 56 No. 2 in g-Moll" von Franz Danzi und einem Arrangement zur "Novelette in C-Dur" von Francis Poulenc in seinen Bann. Mal ruhig, mal fröhlich und aufbrausend setzen sie die Töne mit virtuos in den Raum.

Auch das Große Blechbläserensemble begeisterte mit seinem außergewöhnlichen Klang. Zu ihrem abwechslungsreichen Repertoire gehörten unter anderem Stücke wie die "Second Suite in F-Dur" von Gustav Holst, "Jesus bleibet meine Freude" von J. S. Bach, "Pastime with Good Company" von Heinrich VIII., aber auch "Fields of Gold" von Sting.

Stipendiat Lukas Jakob begeisterte das Publikum zudem mit einem Solo am Flügelhorn. Obwohl der Zeitraum seines Stipendiums bereits abgelaufen ist, hat er sich die Zeit genommen, um das Ensemble in den Auftritten nach der Corona-Pandemie weiterhin unterstützen zu können. Weil im Beethoven-Jahr auch mindestens ein Stück von Beethoven gespielt werden sollte, verabschiedeten sich die Musiker mit der "Ode an die Freude" sowie "Lobt den Herrn" als Zugaben.

Mit tosendem Applaus und Standing Ovations bedankten sich die Zuhörer für das außergewöhnliche, musikalische Erlebnis. Die gesammelten Spenden gehen zur Hälfte an den Kindergarten St. Maria und zur anderen Hälfte in die Jugendarbeit der Stadtmusik Schramberg.

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