So hätte der zweite Entwurf ausgesehen. Foto: Schwarzwälder Bote

Stadtplanung: Gemeinderat entscheidet über Vergabe auf der Sonnenberg-Planie

Von Stephan Wegner

Schramberg. Der Gemeinderat Schramberg wird in seiner nächsten Sitzung am Donnerstag, 25. März, bei der geplanten Bebauung am Sonnenberg die Ergebnisse der Preisjury vorstellen und voraussichtlich einen Beschluss zur Vertragsverhandlung mit dem Bewerber tätigen.

Im Rahmen einer sogenannten zweistufigen Konzeptvergabe waren die Angebote und Vorstellungen von zwei Interessenten – mehr hatten sich nicht für das Gelände beworben – von einer Jury aus Gemeinderatsmitgliedern, Fachjuroren, Vertretern der Verwaltung und auch zwei Anwohnern bewertet worden. Ein wesentlicher Anteil daran machte mit 30 Prozent auch von dem Projektträger angebotene Kaufpreis aus, der nach der Bewertung des Entwurfs in einem zweiten Umschlag ersichtlich wurde.

Ziel des Verfahrens der Stadt war es, auf dem Grundstück der ehemaligen Tennisplätze auf der Sonnenberg-Planie, das der Stadt einst von der Firma Junghans zu Sportzwecken übereignet worden war, ein "sozial durchmischtes in qualitativ hochwertiges Quartier, das für familienfreundliches und generationenübergreifendes Wohnen Raum bietet", zu ermöglichen. So sollte das Grundstück an denjenigen Bewerber veräußert werden, der das am besten geeignete Bebauungskonzept anbietet.

Die drei Baukörper des Siegermodells, so stellten die Preisrichter fest, fügten sich in Form, Ausrichtung und Höhe der bestehenden Nachbarbebauung ein. Die vorhandene Straßenzuwegung bleibe unverändert, so dass die Nachbarbebauungen keine Einschränkungen erfahren würden. Der bestehende Spielplatz bleibes bestehen. Der Eingriff in den Hang sei minimiert. Die Erschließung der Gebäude erfolge von Westen über drei Eingänge. Die Zufahrt in die Tiefgarage geschehe von Norden aus

Anstelle des nach Norden hoch aufragenden Pultdachs soll eine andere Variante zum Zuge kommen – solche kleineren Änderungen könnten gefordert werden, geht aus der Vorlage hervor.

Die 20 Wohneinheiten seien durch Form und Größe für Familien, Paare und ältere Menschen geeignet. Durch die Orientierung der Baukörper wären größere Glasflächen nach Westen möglich. Dies sei bisher nicht so umgesetzt. Hinsichtlich der Holzfassade werde eine Vorvergrauung gewünscht.

Das zweite zur Auswahl stehende Projekt hatte fünf Baukörper auf einem Sockelgeschoss vorgesehen, in deren Mitte sich eine öffentliche Durchwegung befindet. Es wurde befürchtet, dass der Eindruck einer seriellen Aneinanderreihung gleicher Gebäude entstehen könnte, obwohl sich die zwei- bis dreigeschossigen Baukörper von der Höhe her zurückhaltend in den Hang eingefügt hätten. Die Haupterschließung aller fünf Baukörper wäre über den Norden erfolgt.