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Schramberg Die Bedeutung der Glocken nicht vergessen

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Professor Daniel Roth mit der von ihm gestalteten Glockenzier. Foto: Ziechaus Foto: Schwarzwälder-Bote

Schramberg. Unter dem Titel "Wozu rufen uns die Glocken", hielt der ehemalige Ministerpräsident von Baden-Württemberg Erwin Teufel seinen Festvortrag zur Glockenweihe. Nach der herzlichen Begrüßung durch den Vorsitzenden des Kirchengemeinderats, Klaus Andreae, erinnerte der Politiker zunächst an die reiche Geschichte die Glocken in der Gesellschaft haben: Seit dem sechsten Jahrhundert gibt es gegossene Glocken. Das Handwerk Glockengießen, das eine wahre Meisterleistung in Sachen Formen und Gießen eines solchen Materials erfordert, lebt natürlich auch von Gottes Segen, betonte der Ministerpräsident a.D.

Doch Glocken gehören einfach zu jeder Kirche: Der Glockenturm bildet noch heute oft den Mittelpunkt von Städten. Eine Metropole wie Köln verbindet man augenblicklich mit dem Dom. Doch nicht nur um liturgische Handlungen im Gottesdienst zu unterstreichen, sondern auch im zivilen Leben spielen Glocken eine wichtige Rolle. Ob als Wecker, Sirene oder zum Anzeigen der Arbeitszeiten – Glocken hatten nicht nur Funktionen für die kirchliche Gemeinde sondern genauso für die bürgerliche.

Im Fall einer Belagerung oder einem Feuer wurden die Bürger vom Glöckner geweckt und alarmiert. Glocken zeigten die Arbeitszeiten und die Uhrzeit an, riefen natürlich zum Gottesdienst und begleiteten die Sterbenden auf ihrem letzten Weg.

Was früher eine immense Rolle spielte, ist in unserer heutigen Gesellschaft eher Nebensache, sagte Teufel. Die Sirene ist nun die Feuerwehr, der Wecker steht auf dem Nachttisch und die Uhrzeit liest man entweder von der Armbanduhr oder dem Handy ab.

Glocken werden immer mehr zur Sache der Kirche und gegebenenfalls sogar zur Lärmbelästigung. Gerade darüber äußerte sich der aus Zimmern ob Rottweil stammende Politiker kritisch. Er rief dazu auf, die Werte des Christentums nicht zu vergessen, genau wie man die Glocken nicht vergessen dürfe.

Gottvertrauen und Nächstenliebe sollten immer noch eine zentrale Rolle spielen. "Wir werden zu Weltbürgern. Wir sind in Jetzt-Zeit über jedes Ereignis informiert. Und worüber wir informiert sind, ist Teil unserer Mitverantwortung." So solle man beispielsweise bei der Flüchtlingskrise nicht wegschauen, sondern durch Taten zu helfen. "Der Ruf der Glocke ist auch ein Aufruf fremde Not nicht zu übersehen", betonte Teufel im Hinblick auf die Armutsverhältnisse in Deutschland. Sozialkritisch äußerte er sich auch über die teils verheerenden Verhältnisse weltweit und erinnerte seine Zuhörer an diejenigen, die mit weniger als einem Dollar pro Tag auskommen müssen. Der Ehrengast betonte seine Wertschätzung für den anonymen Spender, der ein solch wertvolles Geschenk an die Kirchengemeinde gemacht hat.

 
 

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Karin Zeger

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