Ralf Rückert und Udo Neudeck (von links) vom Stadtverband für Sport montieren den ersten von 17 Defibrillatoren in der Schramberger Karl-Diehl-Halle. Darüber freuen sich Oberbürgermeister Thomas Herzog und Rudi Huber von der Bürgerstiftung, die den Kauf zweier Geräte ermöglichte. Foto: Wegner Foto: Schwarzwälder-Bote

Stadtverband für Sport will insgesamt 17 Geräte an Übungsstätten im Stadtgebiet aufstellen

Von Stephan Wegner

Schramberg. Ein erster Defibrillator ist in der Karl-Diehl-Halle angebracht, der nächste wird voraussichtlich in Tennenbronn in der Sporthalle seinen Platz finden.

Insgesamt 17 der Geräte, die bei pulsloser ventrikulärer Tachykardie, Kammerflimmern oder Kammerflattern, beispielsweise nach einem Herzinfarkt, eingesetzt werden können, will der Stadtverband für Sport im gesamten Stadtgebiet an Sportstätten aufstellen.

Dabei, so Ralf Rückert vom Stadtverband, sei es für den Laien, für den diese Geräte ausgelegt sind, unerheblich, welches medizinische Problem tatsächlich vorliege. Er könne nämlich nichts falsch machen: Da das Gerät beispielsweise den Herzschlag misst, erkennt es ohne Zutun, ob ein Stromstoß erforderlich ist oder auch nicht. Beim Aktivieren des Geräts wird zudem dem Benutzer genau erklärt, was er jeweils zu tun hat, so dass auch dabei niemand Angst davor haben muss, den Defibrillator im Notfall einzusetzen.

"Darüber hinaus werden wir auch die Übungsleiter der Sportvereine und die Sportlehrer an den Schramberger Schulen in der Funktionsweise des Geräts schulen, verspricht Rückert.

Ausgelegt ist die Nutzung des Geräts auf acht Jahre, nach vier Jahren erfolgt eine Wartung und ein Austausch der Elektroden, sofern sie nicht vorher bereits nach einer Nutzung getauscht wurden. "Da werden wir mit den Hausmeistern der einzelnen Einrichtungen zusammenarbeiten", ist sich Rückert sicher, dass dies gut funktionieren werde. Dieser achtjährige Betrieb ist auch bereits in den Kosten von rund 1300 Euro pro Gerät enthalten, so Rückert.

Stadtverbands-Vorsitzender Udo Neudeck freute sich besonders, dass für das Projekt schon zahlreiche Spenden eingegangen sind, so dass mehr als die Hälfte der geplanten Geräte beschafft werden können. So hat die Bürgerstiftung der Stadt Schramberg die Förderung für zwei Geräte übernommen, ein großes Tennenbronner Unternehmen hat eines gesponsert – und darüber hinaus habe es "viele kleine Spenden aus der ganzen Raumschaft gegeben", freut sich Rückert.

Gleichzeitig habe auch der Landkreis angekündigt für die Kreissporthalle in Sulgen ein Gerät zu erwerben, ein weiteres will der Vereinsring in Sulgen zur Verfügung stellen.

Das erste Gerät wurde jetzt im Beisein von Oberbürgermeister Thomas Herzog und Rudi Huber von der Bürgerstiftung in der Karl-Diehl-Halle in Betrieb genommen. Dies, so betonte Neudeck, soll aber nicht nur Sportlern und Besuchern der Halle, sondern wie alle anderen Geräte künftig auch, allen Bürgern zur Verfügung stehen.

Die Halle selbst sei meist geöffnet – damit allerdings "niemand nur an dem Gerät herumspielt", soll der Schrank, in dem es untergebracht ist, mit einer Plombe gesichert werden. 

Weitere Informationen: Weitere Spenden unter dem Stichwort "Defibrillator" können auf das Konto 40 577 007 bei der Voba Schwarzwald-Neckar, Blz.: 64292020, eingezahlt oder überwiesen werden. Wer eine Spendenbescheinigung benötigt, sollte dies vermerken und seine Adresse angeben.