Warum sehe ich diesen Hinweis?

Sie sehen diesen Hinweis, weil Sie einen Adblocker eingeschaltet haben oder im privaten Modus surfen. Deaktivieren Sie diesen bitte für schwarzwaelder-bote.de, um unsere Artikel ohne diesen Hinweis lesen zu können.

Mehr zum Thema Adblocker / Privater Modus und wie Sie diesen deaktivieren, finden Sie, indem Sie auf deaktivieren klicken.

Deaktivieren

Schramberg Dauerärgernis: wild abgelegter Müll

Von
Donnerstagmittag lag der Sperrmüll noch beim Krankenhauslift, am Nachmittag holte ihn dann der Bauhof ab. Foto: Fritsche

Schramberg - Anwohner ärgern sich, dass lange Zeit niemand den Sperrmüll am Krankenhausgelände beseitigte, der schon vor mindestens vor zwei Monaten von Unbekannten dort abgelegt worden war.

Gertrud D. nutzt von der Weihergasse zur Schillerstraße hinunter gerne den Treppenaufgang am Krankenhausgelände entlang, der auf den Parktorweg führt. Vor der Kurve zur Schillerstraße kommt sie am Aufzugturm des Krankenhauses vorbei. Jedes mal ärgert sie sich: Der wild deponierte Sperrmüll ist immer noch da. Inzwischen seit mindestens acht Wochen. "Keiner schaut danach, die Stadt kann halt auch nicht überall sein." Dass die Zäune am Treppenweg an zwei Stellen schadhaft sind und der Treppenweg mit vielen Blättern vom vergangenen Herbst und Bucheckern bedeckt sind, gefällt ihr ebenfalls nicht.

Bereits am 18. April hatte unsere Zeitung im Zusammenhang mit anderen Fällen unter dem Titel "Hat Schramberg ein Müllproblem?" über diese Stelle am Parktorweg berichtet. Nachbarin Sabine Fehrenbach hatte schon damals kritisiert: Seit zwei Wochen liege beim Lift Sperrmüll, und zwar nicht das erste Mal. Einen Tag später meldete sich Anneliese Bendigkeit zu Wort, die sich um das Krankenhausgebäude kümmert, und stellte klar: Der Müll stamme nicht vom Krankenhaus. Sie habe diesen Müll zuvor in der Schillerstraße gesehen, kurz darauf sei er beim Krankenhaus aufgetaucht. Da habe der Müll versteckt hinter dem Lift gelegen. Hat also der Besitzer den in der Schillerstraße nicht abgeholten Sperrmüll auf für ihn bequeme Weise wild entsorgt?

Der öffentlich geäußerte Unmut dazu ist inzwischen auch schon wieder sieben Wochen her, aber der Sperrmüll liegt immer noch da. Niemand fühlt sich für seine Beseitigung zuständig. Das sei genauso ärgerlich wie der Müll selbst, finden die Anwohner.

Verursacher nicht gefunden

"Ich kann gut verstehen, dass sich unsere Bürger über die wilden Müllablagerungen ihrer Nachbarn und die Verschmutzung ärgern", erklärt Oberbürgermeister Thomas Herzog dazu. Das sei auch deshalb so unerfreulich, da es die Möglichkeit gibt, zwei Mal im Jahr beim Eigenbetrieb Abfallwirtschaft des Landkreises kostenlos Sperrmüll zur Abholung anzumelden. "Die wilde Entsorgung von Müll ist grundsätzlich verboten. Deshalb versucht die Stadtverwaltung zunächst den Verursacher herauszufinden und schriftlich anzumahnen, da dieser die Kosten für die Entsorgung zu tragen hat", fügt Herzog hinzu. Das sei der Verwaltung in diesem Fall nicht gelungen. Deshalb wurde noch am Donnerstag der Müll vom Bauhof abgeholt und auf Kosten der Allgemeinheit von diesem entsorgt.

Die Fraktion SPD/Buntspecht im Gemeinderat hat das Thema Sauberkeit in der Stadt bereits in der Gemeinderatssitzung am 11. April aufgegriffen und einen Prüfauftrag erteilt: Die Stadtverwaltung möge prüfen, wie die Sauberkeit in der Gesamtstadt verbessert werden könne.

In der Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Technik (AUT) gestern Abend hat die Stadtverwaltung einen Bericht dazu vorgelegt. In der Sitzungsvorlage kündigt sie unter anderem eine neue Polizeiverordnung an, die das Wegwerfen von Müll mit Bußgeldern sanktioniert.

Artikel bewerten
5
loading
0

Kommentare

Artikel kommentieren

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.