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Schramberg "Das Schramberger Abkommen gibt’s nicht"

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Schramberg (zeg). "Mit viel Unverständnis haben wir leider die Äußerungen unseres Arbeitgebers gelesen." So äußert sich das Leitungsteam der IG Metall bei Schweizer Electronic zu unserer Berichterstattung über den Warnstreik am vergangenen Mittwoch ("Die IG Metall pocht auf den Haustarifvertrag").

Darin wurde unter anderem der Vorstand von Schweizer zitiert, der nach wie vor auf eine "interne Lösungen" setze. Nicolas Schweizer: "In Zusammenarbeit mit dem Betriebsrat und den Mitarbeitern haben wir im vergangenen Jahr das sogenannte Schramberger Abkommen erarbeitet. Dessen Ziel ist die Übernahme des externen Tarifabschlusses, der je nach Leistungsfähigkeit des Unternehmens auch überschritten werden könne." Dazu schreibt das Leitungsteam: "Das Wort ›Abkommen‹ setzt voraus, dass sich mindestens zwei Parteien über einen Sachverhalt einig sind und diese Einigung besiegeln. Dies ist aus unserer Sicht, zumindest für den Betriebsrat, in dieser Sache nicht der Fall."

Arbeitsgruppen

Es hätten 2017 Arbeitsgruppengespräche zum Thema Lohn- und Gehaltsentwicklung im Hause Schweizer stattgefunden. "An dieser Arbeitsgruppe nahmen auch vom Betriebsrat entsendete Vertreter teil. Diese Vertreter setzten sich aus Betriebsratsmitgliedern und Mitgliedern der von den Gewerkschaftsmitgliedern gewählten Tarifkommission zusammen. In Summe waren dies fünf Personen. Diese Gespräche wurden vorbehaltlich des Tarifvorbehalts zur Regelung solcher Themen geführt (§77.3 BertrVG). Das bedeutet, dass der Betriebsrat lediglich ein Mitbestimmungsrecht bei der Verteilung einer Lohn- und Gehaltserhöhung auf die Beschäftigten hat und nicht über die Höhe verhandeln darf. Das bleibt Kraft Gesetz den Tarifvertragsparteien (Schweizer/IG Metall) vorbehalten."

Im Schreiben an unsere Zeitung heißt es weiter: "Die Geschäftsleitung will weiterhin einseitig entscheiden und den Interessenvertretungen keinerlei Mitbestimmungsrechte zugestehen. Daher wurden unseres Wissens die Arbeitsgruppengespräche seitens der Delegation des Betriebsrats abgebrochen. Ein ›Schramberger Abkommen" kam mit den Interessenvertretungen somit nicht zustande. Ein Abkommen dazu kann es nur zwischen den Tarifvertragsparteien geben. Wir sind verhandlungsbereit", schreiben die Vertrauensleute Bernhard Weinmann, Markus Kretschmann, Sara Müller, Jürgen Hössler, Friedbert Schiemann und Dominik Bartsch.

"Wir haben unseren Mitarbeitern bereits angekündigt, dass einer vollen Übernahme der sich derzeit zwischen den Tarifpartnern in Verhandlung befindlichen Lohnerhöhung nichts im Wege steht", sagte Schweizer im Rahmen des Warnstreiks.

Für Ziele kämpfen

Dazu äußerst sich das Leitungsteam: "Dieser Sachverhalt, wie auch viele andere Erfolge wie innerbetriebliche Regelungen zu Altersteilzeit, Azubi-Übernahme, Sonderzahlungen für alle sowie die Lohn- und Gehaltserhöhungen der vergangenen beiden Jahre ist dem Einsatz der Kolleginnen und Kollegen geschuldet, die seit mittlerweile mehrere Jahren ihre Bürgerrechte wahrnehmen und für ihre Ziele kämpfen." Am Warnstreik beteiligten sich rund 250 Beschäftigte. Ihre Forderung: "Mehr ist fair, Tarif muss her."

 
 

Ihre Redaktion vor Ort Schramberg

Karin Zeger

Fax: 07422 9493-18

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