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Schramberg Coronavirus: "Verordnung wird unser Leben sicher einschränken"

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Informierten über Veränderungen zum Corona-Schutz: Dorothee Eisenlohr und Susanne Gorgs-Mager. Foto: Wegner

Schramberg - Am Tag nach der ersten Verordnung hat das Land die zweite nachgeschoben. Sie untersagt unter anderem sämtliche Versammlungen und Veranstaltungen. Versammlungen, so Oberbürgermeisterin Dorothee Eisenlohr in einem Pressegespräch, seien "ab drei Personen" zu sehen.

Die Verordnung "wird unser Leben sicher einschränken", meint Eisenlohr. Sie beinhalte auch eine restriktivere Schließung von Einrichtungen. Offen blieben Lebensmittelgeschäfte, sowie übliche Grundbedarfsdinge wie auch Friseure. Zudem seien für die Betreuung von Kindern "ein bisschen niedrigere Auflagen" festgelegt. "Stand heute" werde und dürfe auch der Wochenmarkt abgehalten werden, hier habe es auch keine Absagen von Händlern gegeben.

Ein gravierender Einschnitt sei die Schließung von Spiel- und Bolzplätzen, die Schramberg erst noch vollziehen muss (während andere Gemeinden dies bereits am Dienstag umgesetzt hatten). So werde der Gemeindevollzugsdienst entsprechende Schilder anbringen, kündigte Eisenlohr an – nachmittags gegen 15.30 Uhr waren diese aber weder am Freizeitgelände in Waldmössingen noch am Leibbrand-Spielplatz in Schramberg angebracht, auf beiden Plätzen tummelten sich munter Kinder, Jugendliche und Eltern.

Livevideo von der städtischen Pressekonferenz (über unsere Facebookseite):

Für den Bereich der Gaststätten habe es, so Eisenlohr, eine Verschärfung gegeben. Geöffnet sein dürften hierbei lediglich Schank- und Speisegaststätten zwischen 6 und 18 Uhr. Lieferdienste sind dabei zeitlich nicht eingeschränkt. Was jedoch wegfalle sei, dass die Gaststätten Besucherlisten führen müssten, weil wohl verstanden worden wäre, dass dies schwer umsetzbar sei.

Aus Eisenlohrs Sicht weist die Landesverordnung "noch einige Unebenheiten auf". So müssten zwar in der Verordnung Eisdielen und auch Bars explizit geschlossen werden, nach Rechtsauffassung der Stadt dürften sie aber offen haben, da sie zum Bereich Schank- und Speisegaststätten gehörten für die unter Voraussetzungen eine Ausnahme gelte – wenn sie, wie in Schramberg, ihr Eis selber herstellen. Hier gebe es laut Eisenlohr "eine gewisse Verunsicherung und Verwirrung bei den Menschen", sie hoffe, dass Land geschickter informiere. Die Stadt, so Eisenlohr, gehe "nach der großzügigeren Definition, wir wollen unser Gewerbe nicht kaputtmachen," sagte sie.

All diejenigen, die derzeit in Tennenbronn eine Ferienwohnung vermieten würden, müssten jetzt auch ihre Gäste bitten, abzureisen, hier sei aber die Abteilung Tourismus bereits seit Tagen im Kontakt mit den Beherbergungsbetrieben.

Die Stadt, so Eisenlohr, sei nicht für alles erste Anlaufstelle, so müsse Kurzarbeit beispielsweise bei der Agentur für Arbeit beantragt werden, die Kommune helfe aber mit Informationen und Tipps weiter. Auch die Wirtschaftsförderung werde hier aufbereiten, wo es was gebe.

Zum Abschluss bat die Oberbürgermeisterin ihre Mitbürger um Ruhe und Gelassenheit und bat zudem darum, dass sie sich gegenseitig informierten. Alle Besuche bei Betagten und Jubilaren werde sie derzeit aussetzen, bat sie um Verständnis.

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