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Schramberg Corona-Krise: Lebensmittel aus der Region wieder geschätzt

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Christian und Silke Bantle mit Söhnchen Samuel haben die Direktvermarktung mit einem Hofautomat wieder aufgenommen, die Roland und Waltraud Bantle vor vielen Jahren begonnen haben. Foto: Herzog

Schramberg-Sulgen - Die Bauernfamilie Bantle vom Lambrechtshof spricht nicht über das Mehrgenerationenhaus. Drei Generationen leben es seit mehreren Jahren, für und von der Landwirtschaft.

Zur Rindermast mit circa 150 Tieren gehört neben einer Biogasanlage seit kurzem auch ein Hofautomat. Gut erkennbar von der Straße aus aufgestellt, können Kunden rund um die Uhr Rindfleischprodukte aus eigener Herstellung sowie weitere Lebensmittel wie Eier und Schweinefleisch von Höfen aus der Umgebung einkaufen.

Einkaufen zu jeder Tages- und Nachtzeit

Wie andere Landwirte, die einen Hofladen als Selbst- und Direktvermarkter betreiben, haben die Jungbauern Christian und Silke Bantle festgestellt, dass in Zeiten der Corona-Krise die Menschen wieder bewusster einkaufen und Lebensmittel direkt vom Erzeuger und aus der Region mehr Wert schätzen. "Die Leute wollen am liebsten zu jeder Tages- und Nachtzeit einkaufen. Außerdem wollen sie dabei gerne anonym bleiben, damit der Nachbar nicht alles mitbekommt, was im Einkaufskorb liegt", weiß die gelernte Fleischerei-Fachverkäuferin Silke Bantle.

Die Direktvermarktung ab Hof hatten Christian Bantles Eltern Roland und Waltraud Bantle vor vielen Jahren begonnen. Die Rinder wurden im eigenen Schlachthaus geschlachtet, wodurch der beschwerliche Viehtransport entfiel und Tieren wie Menschen gleichermaßen zu Gute kam.

Als jedoch Anfang 2010 eine Verordnung der Europäischen Union fürs Schlachten und die Fleischverarbeitung in Kraft trat, musste Roland Bantle die Hofschlachtung samt Direktvermarktung aufgeben.

Umbaumaßnahmen mit dem Veterinäramt abgestimmt

Seit Christian und Silke Bantle Letzteres wieder neu initiierten und einen Hofautomaten aufgestellt haben, wird im Schlachthaus im Gewann "Brambach" geschlachtet. "Da bin ich allerdings bei der Nutzung an Zeiten gebunden. Deshalb soll dies nur eine Übergangslösung darstellen. Oberstes Ziel ist es, bald wieder im eigenen Schlachthaus arbeiten zu können, weil ich da schneller auf die Nachfrage reagieren kann", schildert der 35-Jährige.

Kontakte mit dem Veterinäramt habe es bereits gegeben. Bei einem Vororttermin sei besprochen worden, was baulich geändert werden müsse, um die Anforderungen zu erfüllen. Dies sei finanziell machbar. Mit der Abnahme und Genehmigung rechne er spätestens im Juni dieses Jahres, ist der Landwirt zuversichtlich.

Dass am Automaten auch bargeldlos mit EC-Karte bezahlt werden kann, was kein anderer Automat in der Region bietet, findet Silke Bantle in Zeiten von Corona sehr wichtig. Nach rund sechswöchiger Betriebszeit könne sie ein positives Fazit ziehen. "Selbst wenn am Automat reges Treiben herrscht, bietet der freie Platz den Käufern genügend Möglichkeit, um den Sicherheitsabstand einzuhalten. Vor allem Leute, die sich am Wochenende spontan entschließen zu grillen, finden die Möglichkeit super", weiß sie aus Gesprächen.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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