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Schramberg Bewerbern und Parteien auf den Zahn gefühlt

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Die Bewerber der Parteien stellten sich vor und kamen mit den Besuchern ins Gespräch. Foto: Ziechaus Foto: Schwarzwälder Bote

Das Seniorenforum bot den Kandidaten zur Kommunalwahl in Schramberg ein Podium in der Szene 64.

Schramberg. Kandidaten aller sechs Gruppierungen konnten sich und ihre Ideen zur Kommunalpolitik vorstellen.

Nach einer Vorstellungsrunde konnte jede Gruppe zu den Themen Mobilität/ÖPNV, Wohnungsbau und City Management ihre Lösungsansätze darstellen. Eine Eieruhr zeigte unerbittlich an, wann die Zeit zur Vorstellung abgelaufen war.

Wichtige Themen für die CDU waren neben den angeführten auch Bildung und Familie, Freizeit sowie Wirtschaft und Finanzen. Fraktionssprecher Clemens Maurer dankte für die Möglichkeit, die Meinungen auszutauschen. Für die SPD wünschte Tanja Witkowski einen fairen Wahlkampf zu einer enkeltauglichen Politik, bei der Vielfalt als Chance begriffen werde.

Die drei Frauen der Freien Liste sprachen für engagierte Bürger aus allen Stadtteilen und wollten Entscheidungen mit dem gesunden Menschenverstand. Buntspecht und Grüne folgten einem gemeinsamen Kompass für eine bürgerfreundliche Stadt, Peter Schimak war offen für Fragen und Anregungen der Bürger.

Die ÖDP trete ein für Umwelt und Familie mit einer nachhaltigen Politik, aber ohne Ideologie, stellte Bernd Richter vor. Neu, überparteilich und unabhängig seien die Aktiven Bürger, kündigte Johannes Grimm an. Man wolle hören, was Bürger wollten.

Moderator Klaus Andreae rief zum Thema Mobilität/ÖPNV die Aussagen in geänderter Reihenfolge auf. Bernd Richter forderte für die ÖDP mehr öffentlichen statt individuellen Verkehr. Das Auto sei nicht effizient, sondern teuer; Ziel sei, mehr Busse zu nutzen, auch den Bürgerbus in der Stadt. Dafür setzte sich auch Radbeauftragter Gunnar Link von Bundspecht und Grünen ein.

Für die Neuen Aktiven differenzierte Johannes Grimm für den Verkehr in Schramberg. Großräumig sei der Verkehr eine Anbindung der Wirtschaft, für die die Umfahrung geplant und gebaut werden müsse. Der Bürgerbus sei für die interne Vernetzung ein guter Anfang, den man ausbauen müsse. Mit sicheren Radwegen müsse man die Stadtteile verbinden, im Bernecktal mit einem Radschutzstreifen.

Sulgen und Aichhalden gut angebunden

Der ÖPNV gehöre zur Daseinsvorsorge, betonte Matthias Kohlhase für die CDU. Aber der Busverkehr auf dem Land werde ausgedünnt, weil die Unternehmen marktwirtschaftlich orientiert seien. Dagegen müsse man neben Schülern und Senioren neue Zielgruppen für Busfahrten motivieren. Die Freien Wähler sahen Sulgen und Lauterbach beim ÖPNV gut angebunden, im Gegensatz zu Tennenbronn und Aichhalden. Das müsse verbessert werden, wie auch die Anbindung ins Klinikum Villingen-Schwenningen.

Tanja Witkowski von der SPD wollte den ÖPNV verbessern und behindertengerecht ausbauen. Auch Bürgerbus und Radwegenetz müssten ausgebaut werden. Bisher sei die Umfahrung nur in einer Vorplanung, korrigierte sie Johannes Grimm.

Schramberg (czh). Wohnungsbau und City Management waren die Themen für die Kandidaten für den Gemeinderat beim Seniorenforum in der Szene 64.

Beim Eigenheimbau sei die Stadt "gut unterwegs mit ausgewiesenen Flächen am Schoren", hob Johannes Grimm von den Neuen Aktiven hervor. Bezahlbarer Wohnraum könnte durch eine Baugenossenschaft erreicht werden. Auch selbst gestaltetes Wohnen sollte für Senioren ermöglicht werden, forderte er.

Den sozialen Wohnungsbau im Zentrum stärken wollte Volker Liebermann von der ÖDP. In Sulgen sollte das Gebiet Schoren mit mehrgeschossigen Bauten durchmischt werden; am Wittum wäre eine Wohnanlage für mehrere Generationen möglich. Bei einer Nachnutzung am Krankenhaus sollten auch Sozialwohnungen entstehen.

Für Buntspecht und Grüne verwies Martin Himmelheber auf 5,3 Prozent leer stehender Häuser und Wohnungen in der Talstadt. Durch günstige Grundstückspreise könnte sozialer Wohnungsbau ermöglicht werden.

Neue Nutzung alter Häuser

Die Freien Wähler forderten schnellere Baugenehmigungen für den Wohnungsbau und die neue Nutzung alter Häuser. Dominik Dieterle kündigte für die CDU schnellere Verfahren durch einen neuen Mitarbeiter in der Verwaltung an, der auch Sanierungsgebiete schneller entwickeln sollte. Leere Flächen wie an der Planie am Sonnenberg sollten für den Wohnungsbau genutzt werden.

Die Stadt müsse die Rahmenbedingungen schaffen, forderte Mirko Witkowski bezahlbaren Wohnraum für alle Lebenslagen. Die Schramberger Wohnungsbau sollte in die Lage versetzt werden, neuen Wohnraum zu schaffen und leere Häuser müssten wieder genutzt werden.

Beim Thema City Management ging es den Gruppierungen um ein breiteres Gastronomie-Angebot. Die Innenstadt dürfe nicht weiter an Boden verlieren, wollte Edgar Reutter von der SPD bessere Rahmenbedingungen für Gastronomie und Handel. Da stand für Kirsten Moosmann (CDU) das Arbeitszeitschutzgesetz als die größte Hürde, die nötige Beschäftigung durch Aushilfen verhindere.

Solche Vorschriften und absurde Steuerregelungen "nehmen den Gastronomen den Spaß an ihrer Arbeit" und führten zur Schließung von Lokalen. Zudem fehlten in der Stadt Parkmöglichkeiten. Trotzdem lobte sie die gute Zusammenarbeit von Verwaltung, Bauhof und HGV.

Frank Niebel von Buntspecht/Grüne hob das kulturelle Angebot hervor, das Leben in die Stadt bringe. Dies sollte nicht durch zu viele Verordnungen verhindert werden. In der Stadt der kurzen Wege sollte der Zugang zu Events barrierefrei möglich sein. Tanja Witkowski appellierte, durch positives Auftreten für die Stadt zu werben.

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