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Schramberg Beliebter Geistlicher hinterlässt große Lücke

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Pfarrer Wendelin Sieß starb im Alter von 94. Foto: Schwarzwälder-Bote

Horb/Schramberg. Der im Horber Altenheim Ita von Toggenburg in der Altenseelsorge wirkende und überall geschätzte und beliebte Ruhestandsgeistliche, Pfarrer und Geistlicher Rat, Wendelin Sieß, ist tot. In diesem Jahr hat er noch am Josefstag sein 65. Jubiläum als Priester feiern dürfen.

Am vergangenen Samstag, 5. Oktober, ist er am späten Nachmittag in seiner Wohnung im Altenpflegeheim Ita von Toggenburg nach einem kürzlich erlittenen Schlaganfall gestorben. Seit einer Woche war er gut gepflegt und umsorgt von seinen Nichten, Neffen und Angehörigen, darunter auch seine leibliche Schwester, die Ordensfrau Uta-Maria. Darunter waren auch die kroatischen Schwestern und viele Altenheim-Mitarbeiter, die zusammen mit der Pfarrleitung, Pfarrer Elmar Maria Morein, und sein ganzes Team sowie Stiftungsdirektor Peter Silberzahn und seitens der Stiftungsverwaltung Thomas Müller. All diese Personen trauern um den altehrwürdigen Pfarrer, der sich seit 1992 in Horb in der Altenseelsorge engagiert eingebracht, in früheren Jahren auch in Horb und in der Umgebung als Aushilfe gewirkt und bis ins hohe Alter viele Gottesdienste übernommen hat.

Wendelin Sieß ist am 8. Februar 1919 in Wendelsheim als achtes von zwölf Geschwistern geboren worden. Sein religiöses Elternhaus hat ihm die Voraussetzungen für seine Berufung geboten. Nach der Schulzeit in Wendelsheim, Rottenburg und Rottweil musste er in den Reichsarbeitsdienst in Alpirsbach. 1937 begann er das Theologiestudium in Tübingen, und mit Ausbruch des Krieges wurde er einberufen und war als Soldat auch an der Front in der Ukraine und im Kaukasus, in Straßburg und auf dem Heuberg. Diese Zeit hat sich tief in sein Leben eingeprägt.. Er wurde im Krieg auch verwundet und hat sein linkes Auge verloren, aber er konnte nach dem Krieg sein Studium wieder fortsetzen und wurde 1948 in Rottenburg zum Priester geweiht.

Ein Jahr in Schwäbisch Gmünd und zwei Jahre im Wilhelmstift gingen seiner Schramberger Zeit voraus. Er durfte dort als Kaplan beginnen in einer "wahren Frühlingszeit kirchlicher Seelsorge", wie er es selber immer wieder gesagt und hinterlassen hat. Von 1957 an war er dort in der neu errichteten Heilig-Geist-Gemeinde Pfarrer und war von da an Schramberg und dem Dekanat verbunden. Von Oktober 1970 bis 1992 übernahm er in Hirrlingen als Pfarrer die Seelsorge, bis er nach dem Tod seiner Schwester Hilde, die bei ihm als Haushälterin wirkte, schließlich nach Horb in das hiesige Altenheim wechselte. In Horb wirkte er noch 22 Jahre segensreich.

Seine Person ist in Horb schon zu einer Institution geworden, denn jede und jeder kannte ihn. Wenn er konnte, feierte er bis zuletzt jeden Tag in der Altersheimkapelle eine Messe und besuchte, soweit es seine Gesundheit erlaubte, auch tagtäglich die Heimbewohner und betete für sie.

Bekannt waren auch seine vielen Ausflugsfahrten, vor allem zu religiösen Wallfahrtsstätten, die er stets bei seinen interessanten Führungen wie ein liebevoller Lehrer erklären konnte.

In Horb und für die ganze Hospitalstiftung wird der Pfarrer Wendelin Sieß eine große Lücke hinterlassen. Er wird in seiner Heimatgemeinde Wendelsheim bei Rottenburg bestattet. Das Requiem findet in der dortigen Pfarrkirche St. Katharina am Donnerstag, 10. Oktober, um 14 Uhr statt. Anschließend führt der Trauerzug zum Friedhof zur Bestattung. Es finden vorher dort noch zwei Rosenkranzgebete, so auch noch heute, Mittwoch, um 19 Uhr.

Die Katholische Kirchengemeinde Horb feiert für den verstorbenen Geistlichen Wendelin Sieß einen Auferstehungsgottesdienst diese Woche am Freitag, 11. Oktober, um 18.30 Uhr in der Liebfrauenkirche.

 
 

Ihre Redaktion vor Ort Schramberg

Karin Zeger

Fax: 07422 9493-18

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